Sie stellten sie zwischen den Leichen hin. Dieselben, die gestern das Abendessen ausgeteilt hatten, teilten heute auf Befehl des Scharführers auch das Mittag aus. In der Reihen- folge, wie wir saßen, gingen wir alle einzeln das Essen holen, raum kamen zurück und setzten uns wieder auf unseren Platz. Men Niemand wusch sich die Hände vor dem Essen. Man hatte N uns kein Wasser gegeben, und man darf auch nicht glauben, tes daß wir in der Mittagszeit von Nagaikahieben verschont blieben. Jeden Augenblick rief man einen nach oben und die prügelte ihn mit Peitschen durch, obwohl weder wir noch sie aus selbst wußten wofür. Es wurde eben geschlagen und
fertig. ae Ein Uhr— Ende der Mittagspause. Wir stellten uns auf, man zählte uns noch einmal, es stimmte. Auf Befehl des Unter- etern sturmführers kehrte jede Brigade zu ihrer Vormittagsarbeit zurück. Unsere Brigade ging unter einer Eskorte von 8 be- waffneten Schupos erneut auf den Bau. Um 5 Uhr beendeten wir auf Befehl des Scharführers die bberi- Arbeit. Wir stellten uns zu fünfen auf, man zählte uns, und wie unter Bewachung führte man uns wieder in die Schlucht hin- unter, wo die anderen Arbeiter bereits in Reih und Glied hen Haut standen. Ob es heute in den Tod ging? Man zählte uns. Wir waren neunundsiebzig. Es wurde uns befohlen, uns in der zählte Reihenfolge hinzusetzen wie beim Mittagessen. Wir saßen stimmte und warteten. War es auf den Tod? Sicherlich, denn worauf fen- sonst? Wir saßen in dieser tiefen Schlucht auf den Leichen
on an? wie auf Bänken— in dumpfem Schweigen. Niemand rührte
Nach sich, alle saßen da, als wären sie erstarrt, denn für die Wir geringste Bewegung drohten Foltern. Alle hatten ein und Man denselben Gesichtsausdruck. Der Kopf war gesenkt, und die hen Augen sahen drein, als wäre ihr Blick nach innen gerichtet. , yon Niemand dachte an etwas. Wir saßen nur da. Plötzlich hörte
. man:„Aufstehen!“ Alle standen wie leblos auf, niemand srunter hob den Kopf. Wir bekamen den Befehl, nach oben zu gehen,
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