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Meines Vaters Haus : ein Dokument / Artur Joseph
Entstehung
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je Person, endlich«Zahnersatz aus Edelmetall, soweit er sich im persönlichen Gebrauch befand»- an die Pfandleihstellen zu Spottpreisen«verkaufen».

Wer auswandern wollte, hatte außerdem andere Abgaben zu bezahlen: die Reichsfluchtsteuer. Von 1939 an kam eine Abgabe an die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland hinzu- eine getarnte Naziorganisation. Wer Möbel und Kleider mitnehmen wollte, brauchte eine Packerlaubnis, und diese war abhängig von der Unbedenklichkeitsbescheinigung. Sie wurde erteilt, wenn alle Steuern bezahlt waren. Wie Juden bei dieser Gelegenheit von den Behörden schikaniert wurden, mag daraus hervorgehen, daß eine Bescheinigung vom Finanz- amt nicht genügte. Auch die städtischen Behörden und alle Instanzen, denen gegenüber Beiträge hätten fällig sein kön- nen, mußten bestätigen, daß alles bezahlt oder daß eine Steuer nicht anhängig war: so hatten wir eine Bescheinigung der Ortskrankenkasse beizubringen, wonach die Arbeitgeberbei träge für die früher einmal Beschäftigten geleistet waren. Obgleich wir nie einen Hund besessen hatten, bedurfte es einer Bestätigung des städtischen Hundesteueramtes, daß die Hundesteuer nicht rückständig war,- wobei ich leider nicht behaupten darf, daß ich die lange Reihe der Schikanen und Willkürakte hier erschöpfend dargestellt habe. Schließlich war der Zollfahndungsstelle eine Liste aller Gegenstände ein- zureichen, die eingepackt werden sollten. Nach 1933 ange- schaffte Gegenstände unterlagen einem«Ausfuhrzoll» in Höhe des Neuwertes. Für alle übrigen Gegenstände war durch Rech- nungen nachzuweisen, daß sie vor 1933 erworben worden waren. Wer sie nicht mehr hatte- und wer verwahrt schon solche Belege über die Jahre!- mußte sich die Schätzung eines Beamten gefallen lassen, der die Preise im Sinne des Fiskus, also so hoch wie nur möglich, ansetzte. Erst wenn all das zur Zufriedenheit der Behörden geregelt war, wurde die Unbe- denklichkeitsbescheinigungund Packerlaubnis erteilt, und erst dann konnten die Fahrscheinhefte für die Auswanderungs- reise besorgt werden. Auch dann war man allerdings von den Behörden nicht befreit. Das Einpacken der Kisten und Kasten

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