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mäßigen Schultern des Gewehres gewidmet. Als ein General
ihn zur Besichtigung kam, bildete das exakte Vorführen der Ge- sol. wehrgriffe Kernpunkt der Inspektion. Der hohe Herr ging von aeN Mann zuMann und überwachte persönlich«Das Gewehr über! Ben Gewehr ab!» Unsere Schießkunst schien ihn weniger zu in- | der teressieren. Merkwürdigerweise fanden nichtjeden Tag Schieß- ail- übungen statt. Zum Schießstand ging’s nur zweimal in der Vor- Woche, dort schossen wir zwar mit scharfer Munition in Re- liegender und stehender Haltung- aber nur vom Schießstand Jicht aus, wie beim Wettschießen! Wahrscheinlich hatte die Heeres- ein- leitung noch keine Zeit gefunden, das Rekrutenreglement, das ‚ der offenbar noch aus der Friedenszeit stammte, den Anforderun- ntag gen des modernen Krieges anzupassen; denn unsere Ausbil- ißte, dung schien eher auf ein Schützenfest mit Hindernissen vor- bla- zubereiten als auf den Frontkampf, wo von uns doch mehr jeaus verlangt werden würde, als ein feststehendes und für uns inks- parat gestelltes Ziel zu treffen— selbst wenn dieses, wie auf fstel- dem großen Schießplatz Wahn, hie und da aus dem Boden auf- arsch tauchte und wieder verschwand. In der Nähe der Kaserne echs- befand sich zwar eine Sandgrube mit dem Modell eines Schüt- wil, zengrabensystems, in dem gelegentlich Übungen veranstaltet )reck wurden, aber es vermittelte nur dürftig ein Bild des Geländes, ‚chen in dem man damals kämpfte. Außerdem mußte ich an der s iM Front erfahren, daß die Übungen mit dem Gewehr vergeblich ichts gewesen waren. Im Grabenkrieg war nämlich inzwischen jIper- hauptsächlich die Handgranate Angriffs- und Verteidigungs-
mittel geworden. Wir jungen Rekruten hatten aber in der Garnison nie Gelegenheit gehabt, mit der scharfen Hand- granate zu üben. Man hatte uns gelegentlich Attrappen wer- fen lassen— wie man im Ernstfall mit dem Instrument um- ging, wußten wir kaum. Maschinengewehre wurden von Formationen bedient, mit denen wir nicht in Berührung
kamen. it der Vom Kriege selbst verspürten wir in unserer Garnison Wir kaum etwas. Die Rekrutenzeit verlief wie im tiefen Frieden. dzer- Wir machten unsere Übungen und zogen zuweilen auf Wache hrifts- vors Kasernentor— harmlose Freuden und Leiden jedes Sol-
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