List icht sten nee, aft! uns SOn- igen £)-
hter
iter, icke und
und 1
pEl, hen
r sie nich iele ssen tube man voI- Peld- noch sein. Mut- auch Jen.) ‚äme ı Ich üher
einte 1 erst
u
später geworden, im Jahr 1916, als die Begeisterung im Rüben- winter unterging und niemand mehr vor den Kasernentoren drängte. Einstweilen meldete ich mich beim Hilfsdienst und wurde dem Telegrafenamt zugeteilt, um mit Studenten und Schülern«wichtige Telegramme den Behörden zuzustellen. Natürlich gab es dafür keinerlei Sold, aber wir waren genug belohnt mit der roten Tasche der Depeschenboten, die wir von morgens bis abends durch die Stadt fuhren und als Zei- chen unentbehrlicher Kriegsteilnehmer betrachteten. Mit dem Abschluß der Mobilmachung war auch dieses Spiel zu Ende, ich verbrachte mein Lehrjahr auf einer Großbank, bis ich zum Heeresdienst eingezogen wurde. Ich kam zur Infanterie und hatte das Glück, in meiner Heimatstadt auf das harte Hand- werk vorbereitet zu werden. Um was es eigentlich ging, war mir, als ich den Gestellungsbefehl erhielt, kaum bekannt. Ich hatte vom Soldatenstand nur sehr verschwommene Vor- stellungen und war noch nie in einer Mannschaftsstube ge- wesen. Ich hatte noch keinen Revolverschuß, geschweige denn einen Kanonenschuß gehört, hatte noch nie eine Waffe berührt und mit Ausnahme jenes Unteroffiziers, der den Bruder und mich einst in die Geheimnisse der Turnerei einführte, keiner- lei Umgang mit Militärpersonen gehabt. Als ich zum ersten Mal mit dem berühmten Köfferchen in der Hand den Kaser- nenhof in Köln-Riehl betrat, tat sich mir eine Welt auf, die ihre Schockwirkung nicht verfehlte. Ich darf vorwegnehmen, daß es nicht die Disziplin war, die mich so befremdete. An Ordnung und Gehorsam hatten mich sowohl Elternhaus wie Beruf gewöhnt. Es war vielmehr der Kasernenhofton, auf den ich nicht vorbereitet war- jene merkwürdige Art, sich Mit- menschen gegenüber in Ausdrücken Luft zu machen, die mir bis dahin nicht geläufig gewesen waren, und deren handfeste Kombinationen mir ebenso brutal wie komisch schienen. Als Soldat habe ich gelernt, mich an sie zu gewöhnen, ja sogar mich ihrer zu bedienen, so daß ich mir nach Beendigung mei-
ner Militärzeit freiwillig eine linguistische Quarantäne auf-_
erlegen mußte, um den forschen Zungenschlag wieder los- zuwerden.
31


