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Kirchenaustritt. Be. en en Sehr geehrter Pg. N. Innanden P2....:. gerichtetes Schreiben vom 14. d. M. will ich Ihnen heute selbst beantworten, da Pg...... bis Anfang
August auf Urlaub ist.
Der Kirchenaustritt ist für einen überzeugten Nationalsozia- listen eine Selbstverständlichkeit, denn die NSDAP., welche die gesamte Menschenführung im Großdeutschen Reich übernommen hat, verlangt diesen Führungsanspruch selbstverständlich total, d. h. allein. Aber auch die Kirche verlangt diesen Führungsanspruch über die Menschen, und daher ist schon einmal notwendig, daß Nationalsozialisten, die in führenden Stellungen stehen, also Men- schen führen, wie auch Sie, als Kameradschaftsführer, sich all- mählich mit dem Kirchenaustritt vertraut machen.
Trotzdem ist aber der Kirchenaustritt niemals ein Zwang und kein Mensch wird Sie zwingen, aus der Kirche auszutreten, weder ich als Ihr zuständiger Gauamisleiter, noch darf Sie Ihr Hoheits- träger dazu zwingen. Wohl kann Ihr Hoheitsträger Ihnen dieses nahe legen und den Wunsch äußern, daß auch Sie als. sich mit dem Gedanken, aus der Kirche auszulreten, allmählich befas- sen, um dann auch eines Tages zu dem Entschluß zu kommen, daß es notwendig ist.
Der Führer hat der NSDAP bis heute noch keinen Befehl er- teilt, aus der Kirche auszutreten, trotzdem alle führenden Partei- genossen selbstverständlich gefühlsmäßig mit ihrer gesamten Fa- milie aus der Kirche bereits ausgetreten sind.
Hieraus ersehen Sie meine klare Stellungnahme, und es bleibt nun Ihnen persönlich überlassen, wie weit Sie sich noch zu der Kirche verpflichtet fühlen.
Wenn Ihr Bestreben dahin geht, wie Sie schreiben, noch in der Kirche zu bleiben, dann ist das selbstverständlich Ihr gutes Recht. Wie weit Sie jedoch als führender Pg., dem die Partei ein groß Teil von Menschen zur Führung anvertraut hat, hier eines Tages in Gewissenskonflikte kommen, muß die Zukunft lehren.
Ich bitte Sie daher, dieses mein Originalschreiben und meine Entscheidung Ihrem Ortsgruppenleiter vorzulegen und sich unter allen Umständen im gütlichen Wege mit ihm über diese rein per- sönliche und innere Angelegenheit zu verständigen.
Ich habe auch eine Abschrift dieses meines Briefes an Sie an Ihren Ortsgruppenleiter heute abgeschickt.


