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Dokumente zum Abwehrkampf der deutschen evangelischen Pfarrerschaft gegen Verfolgung und Bedrückung : 1933 - 1945 / Reichsbund der Deutschen Evang. Pfarrervereine e.V. ; Für den Verband der Deutschen Evang. Pfarrervereine e.V. verantwortlich herausgegeben von seinem Vorsitzenden Kirchenrat Fritz Klingler
Entstehung
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Pfarrhaus zusammengestellt und ausgewertet. Das Ergebnis war geradezu überraschend; viel ehrenvoller für die Pfarrerschaft, als wir erwarten konnten. Die Ergebnisse, die ich jetzt aus dem Ge- dächtnis nicht zahlenmäßig wiederzugeben vermag, liegen beim Reichsbundesführer und können dort angefordert werden. Ich will mich hier beispielsweise mit einer Angabe begnügen. Von den in den Kampf gezogenen Theologen sind 36,2%% gefallen. Dieser hohe Verlust wird nur noch von Infanterieoffizieren mit 37%% übertrof- fen. Weit hinter den Theologen reihen sich die anderen akademi- schen Berufe an.

Das Ergebnis unserer Aufstellung wurde dem Reichstagspräsi- denten Göring und darüber hinaus allen Ministerien und staat- lichen Behörden zugesandt. Da wir aber nicht vor die Oeffentlich- keit treten konnten, sickerte die Verdächtigung des Pfarrerstandes noch eine Zeit lang nach unten weiter durch.

Die beste Rechtfertigung und eine Wiederherstellung seiner Mannesehre erfährt der Pfarrerstand in diesem Krieg. Die schwe- ren Opfer, die das Pfarrhaus bringt, die hohen und höchsten Aus- zeichnungen, die Pfarrern und ihren Söhnen zuteil geworden sind, werden dem Ehrenbuch der Pfarrerschaft ein neues Ruhmesblatt hinzufügen. Der evangelische Pfarrer bleibt seiner alten Tradition treu: Als deutsche Männer tun wir unsere Pflicht und lassen uns von keinem Berufsstand in der Treue und Liebe zum Vaterland übertreffen.

Neben diesem Angriff auf die Ehre des Pfarrerstandes läuft bald ein neuer Vorwurf:Die Pfarrerschaft ist verjudet. Wer die- sen Witz erfunden hat, muß eine schlechte Stunde in seinem phan- tasiereichen Leben gehabt haben. Was haben wir unter diesem Vorwurf alles über uns und unsere Kirche ergehen lassen müssen! Ob der Vorwurf damit zusammenhängt, daß der Pfarrer an der uns überlieferten Gestalt der Bibel festhält?

Der Verdacht der Verjudung konnte sehr leicht widerlegt wer- den. Nach amtlicher Feststellung betrug, wenn mich mein Ge- dächtnis nicht täuscht, der Prozentsatz der evangelischen Pfarrer im Deutschen Reich, die nicht rein arisch waren, 0,17%. In unserer Landeskirche in Kurhessen-Waldeck war unter 500 Pfarrern ein Halbjude gewesen. Mit diesem Ergebnis konnte sich die Pfarrer- Schaft dem Prüfungsamt für arischen Nachweis stellen.

Trotzdem geht auch in dieser Sache die Hetze gegen die Pfar- ter weiter. Aussprüche, wie:Die Juden samt den Pfaffen müssen aus dem Land hinaus odergleich nach den Juden kommen die Pfaffen zeigen deutlich, wie gewisse Elemente ungestraft gegen

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