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Im Zeichen des Ungeistes / Rudolf Kriss
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müßten; außerdem müßten wir dafür sorgen, daß, wenn möglich, schon

die Hitlerjugend im Berchtesgadener Land zu schießen beginnt. Wer schießen will, soll keinesfalls auf die schwarzen Brüder, die die jetzi- gen Vereine leiten, angewiesen sein. Wie sehr der Brauereibesitzer Dr. Kriß, der Verfasser des Buches, für die katholische Aktion arbeitet, geht aus jeder Seite von 14—38 her- vor.\ Leider ist in den vergangenen Jahren, wie ich schon einmal betonte, von den bayrischen Behörden herzlich wenig gegen die katholische Aktion geschehen; demgemäß auch nicht das geringste im Berchtes- gadener Land! Dorthin hätte man die besten Lehrer und sonstige Beamte schicken müssen, dorthin ausgezeichnete Jugendführer usw. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie bei nächster Gelegenheit die Berch- tesgadener Verhältnisse einmal mit dem kommissarischen Kreisleiter Zeitz besprechen würden.

Heil Hitler!

Ihr

gez.: M. Bormann.

DS Obenstehendes Schreiben wurde im Jahre 1946 in den Akten des Landratsamtes Berchtesgaden gefunden und mir in Abschrift

übergeben.

Der Verfasser: Prof. Dr. Rudolf Kriß, geboren am 5. 3. 1903 in Wien, a. o. Prof. für

“ Volkskunde an der theol. Fakultät in Salzburg und Honorarprofessor

für Volkskunde an der phil. Fakultät der Universität München.

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