Vorbemerkungen.
beſonders anſtrengt: 120 g Eiweiß, 100 g Fett, 250 g Kohlenhydrate, 30 g Salz und circa 3000 g Waſſer, von welchem ſich in beinahe allen unſern Nahrungsmitteln bedeutende Mengen vorfinden. Ein Hauptgrundſatz für die richtige geſundheitsmäßige Ernährung wird aber jederzeit ſein, niemals zu eſſen, weil es gerade Eſſenszeit iſt, ſondern nur dann, wenn wirkliches Hungergefühl dazu mahnt.
Die Vorteile einer gemiſchten Nahrung, d. h. einer ſolchen, die ſich aus den mannigfaltigen, uns zu Gebote ſtehenden Nahrungsmitteln zuſammenſetzt, ſind ſo bekannt, daß wir ſie nicht näher auseinanderzuſetzen brauchen. In welcher Weiſe die Verteilung ſtattfinden muß, läßt ſich auch nicht genau angeben, indem hierüber in erſter Linie die individuellen Bedürfniſſe und der Geſundheitszuſtand des Einzelnen zu entſcheiden haben, im allgemeinen gebührt jedoch den ſtickſtoffhaltigen vor den ſtickſtoffloſen Nahrungs⸗ mitteln der Vorzug. Eine verſtändige Hausfrau wird indeſſen ihr Augenmerk auch auf die Wahl der Speiſen lenken und bedacht ſein, in ihren Speiſezettel möglichſte Abwechſelung zu bringen. Dadurch wie auch durch ſchmack⸗ hafte ſorgfältige Bereitung der Speiſen wird der Appetit gereizt und werden Perſonen mit mangelhafter Eßluſt zur Aufnahme größerer Mengen befähigt. Die Speiſewahl iſt aber auch ſonſt noch wichtig, indem die verſchiedenen Gerichte und Beigerichte einander ergänzen ſollen. Es iſt z. B. nicht zu empfehlen, zwei ſchwer verdauliche Gerichte auf einander ſolgen zu laſſen oder ſie in Begleitung von ebenfalls wieder ſchwer zu verdauenden Beilagen aufzutiſchen.
Zum Schluſſe wollen wir noch bemerken, daß es für den Ernährungsprozeß, ja überhaupt für das allgemeine Wohlbefinden, von größter Wichtigkeit iſt, weder heiß noch ſchnell zu eſſen. Jeder einzelne Biſſen ſoll tüchtig durch⸗ gekaut werden, ſowohl damit der Magen das ihm gebotene leichter bewältigen als auch damit er es gründlicher aus⸗ nützen kann. Zu dieſem Zwecke iſt es auch nötig, während und unmittelbar nach dem Eſſen ſo wenig wie möglich, am beſten gar nicht zu trinken, jedenfalls aber kalte Getränke zu vermeiden. Auch ſoll man weder im Zuſtande großer Erregung noch unmittelbar nach heftigeren Gemüts⸗ bewegungen Nahrung zu ſich nehmen, am wenigſten aber feſte oder ſchwer verdauliche. Ferner ſind körperliche und geiſtige Anſtrengungen, Spaziergänge u. ſ. w. nach reich⸗
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