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Das Meisterwerk der Küche mit Anhang : das Jahrbuch für neuzeitliche Ernährung : das praktische, leicht verständliche Kochbuch : der gute Ratgeber in allen Ernährungsfragen : schnellste Orientierg über Speisenzusammenstellungen, Konservieren und Dörren : Anleitung zum Dekorieren und Servieren : Mit 213 naturgetreuen Abbildungen nach farbenphotographischen Aufnahmen in feinstem Farbenkunstdruck und 115 einfarbigen Abbildungen wichtiger Handgriffe zur Speisenzubereitung / von Frau F. Nietlispach
Entstehung
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Erklärung einiger küchentechniſcher Ausdrücke

Ablagern, Abhängen: Das Fleiſch kühl lagern oder aufhängen, bis ſeine Faſern

mürbe und zart ſind.

Ablöſchen: Das Verlängern der Grundſauce durch Hinzufügen von Flüſſigkeit.

Abſchmecken: Die Speiſe koſten und das nötige Gewürz oder eine beliebige andere Zutat,

wie Käſe, Rahm, Zitronenſaft uſw. zufügen.

Abziehen, Abpaſſieren: Das Vermiſchen fertiggekochter Gerichte(Suppen, Saucen) mit

zerklopftem Eigelb oder Rahm.

Agar⸗Agar: Eine Meerespflanze, die zum Steifmachen von Sulzen und Cremes ver⸗

wendet wird. Sie iſt ſehr geſund und leicht verdaulich und erſetzt die tieriſche Gelatine. Nan gibt einem Liter Flüſſigkeit 15 g Agar bei, den man langſam aufkocht, bis ſich

alle Fäden gelöſt haben.

Aſpik: Sulze oder Gallert.

Auflauf: In feuerfeſtem Geſchirr(etwa 1215 em hoch, neuerdings auch aus Jenaer

Glas) gebackene Süß⸗ oder Gemüſeſpeiſen, deren Zutaten bereits einen Kochprozeß

durchgemacht haben.

Au gratin: ſ. gratinieren.

Bain marie: ſ. Waſſerbad.

Bardieren: Geflügel, Wild oder andere Fleiſchſtücke für den Bratprozeß mit dünn

geſchnittenen Scheiben von Spickſpeck überbinden, damit das Fleiſch beim Braten nicht

austrocknet. Kleines Geflügel wird meiſtens bardiert.

Beizen, marinieren: Fleiſch oder Fiſche in eine Wein⸗ oder Eſſigbeize legen. Dieſe

wird meiſtens aus Wein und Gewürzen hergeſtellt. Es iſt vorteilhaft, ſtatt Eſſig etwas

Zitronenſaft zu verwenden, weil Eſſig dem Fleiſch den Saft entzieht.

Binden: Das Sämigmachen von Suppen und Saucen durch Hinzufügen von Mehl

mit Flüſſigkeit oder mit Fett.

Blanchieren, Abwellen, Abbrühen(bei Fleiſch entbluten): Gemüſe oder Fleiſch mit

friſchem Waſſer etwas kochen oder mit ſiedendem Waſſer übergießen, dann kalt abſpü⸗

len und hernach erſt mit friſchem Waſſer kochen. Das Blanchieren der Gemüſe iſt nicht

empfehlenswert und darum in den Rezepten nicht vorgeſehen(ſ. geſundheitliche Winke).

Bräunen: Mehl oder Fleiſch durch Röſten in Butter braun machen.

Bratengarnitur: Zwiebel, Lorbeerblatt, Karotte, Tomate oder Tomatenpüree, Pfeffer⸗ körner. Dieſe Zutaten kann man je nach Geſchmack dem Braten ganz oder teilweiſe zugeben.

Brot einweichen: Weißbrot mit kaltem Waſſer oder kalter Milch, je nach Verwendung, übergießen, und wenn es weich iſt, recht gut auspreſſen. Niemals heißes Waſſer nehmen, da man damit einen klebrigen Teig erhält.

Chaudeau: Schaumſauce.

Chaudfroid: Durch Sulze geſteifte Sauce zum Äberziehen von Fleiſch oder anderen Gerichten für kalte Platten.

Cornichon: Kleine Eſſiggurke.

10

Croutons gebacken! Curm: 3) Dämpfen. wenig F

Dreſſierbe

nun

Durchpaſ Entfetten abſetzt.

Farce: F gewiegten flügel uſr Filet, Ler flügel un Flambier Flammer

Fleurons von Gem Fond: T ſchlag. D Geſchmas Frikaſſee: einer we Garniere! taten.

Gelatine. in kaltem wenig w Wenr 8 Flüſſigke Glacieren Oulze, b Gratinier feuerfeſt

do