24 Allgemeines.
mals Soda verwendet werden, da dies einen ungemein ſchädlichen Einfluß auf das Aluminium hat. Speiſereſte oder Fett⸗ und Rußflecke, die ſich nicht durch das Reinigen mittelſt heißem Waſſer und einem rauhen Cuch entfernen laſſen, fege man mit Seife und feinem Sand.
Bei den Geſchirren aus Meſſing iſt die Oxydationsfähigkeit noch größer als bei Kupfer; an ihnen kann ſich der giftige Grünſpan bei längerem Außer⸗ gebrauchſein allein durch den feuchten Kochdunſt und ſonſtige Niederſchläge bilden. Man verſäume daher nie, dieſelben vor dem Gebrauch gehörig zu reinigen. Sie erhitzen ſich ebenſo leicht und ſtark wie Kupfer und Nickel. Ihre Derwendung für Säuren, Fette und Aufbewahren von Speiſen iſt gänzlich zu vermeiden.
Schneekeſſel.
Die Geſchirre aus Weißblech ſind trotz ihrer Billigkeit wenig zu em⸗ pfehlen. Sie beſtehen aus dünnem Eiſenblech, welches auf beiden Seiten verzinnt iſt. Die Verzinnung geht jedoch ſehr leicht ab und das Geſchirr muß, um gebrauchsfähig zu bleiben, friſch verzinnt werden. Auch brennt es ſehr leicht durch; es ſchmelzen dann die Verzinnung und die verlöteten Stellen. Sonſt gilt von ihm dasſelbe wie bei den vorgenannten.
Die Geſchirre aus Gußeiſen eignen ſich in der Hauptſache zum Auslaſſen von Fett, zu braunen Mehlſchwitzen, Braten, Gemüſen, Kartoffeln, die Pfannen zum Backen von Omeletten und Eierkuchen. Naturgemäß ſind nur ſolche mit dicken Wandungen gebrauchsfähig. Daß ſie leicht roſten, iſt kein ſo großer Nach⸗ teil; in geringer Menge iſt der Koſt nicht geſundheitsſchädlich, er färbt jedoch gerbſtoffreiche Speiſen leicht graugrün. Roſtflecken entfernt man, indem man die betreffenden Stellen mit Sand blank reibt. Vor Gebrauch ſollten neue Eiſengeſchirre mit Alaunwaſſer ausgekocht und nachher mit heißem Fett und Salz blankgeſcheuert werden, wozu man am beſten Papier verwendet. Nach dem Gebrauch ſind ſie, um die Roſtbildung zu vermeiden, ſtets gut trocken zu reiben; war die Speiſe fett, ſo reibt man mit Sand ein.
Dampfkochtöpfe. Sehr zu empfehlen ſind die ſchon ſeit Jahren fabrizierten Dampfkochtöpfe. Für ihre Vorzüglichkeit ſpricht, daß ſie wohl in keinem größeren Betriebe des In⸗ und Auslandes fehlen; ich ſelbſt habe dieſelben ſchon jahrelang im Gebrauch. Ihr auf wiſſenſchaftlicher Grundlage beruhender praktiſcher und ſinnreicher Bau ermöglicht es, ohne Exploſionsgefahr befürchten zu müſſen,


