16 Allgemeines.
kommnen, ſo daß auch die weiteſtgehenden Bedürfniſſe ihre Rechnung finden dürften.
Eine gute Luftzirkulation iſt ein Haupterfordernis eines gut funktionierenden Eisſchranks. Die Füße ſollten auf Rollen ſtehen, auch ſollte der Schrank ver⸗ ſchließbar ſein. Kleinere Schränke haben eine CTüre und 1—2 Böſte, größere zweitürige haben bis zu s und mehr Röſte. Es iſt eine gänzlich falſche Spar⸗ methode, wenn man den Schrank nur halb mit Eis füllt, er gehört ſtets voll mit zerkleinertem Eis, auch muß dasſelbe immer wieder ergänzt werden. Sehr praktiſch iſt es, wenn man das Eis in Sackleinwand einſchlägt, die Unſauberkeiten bleiben dann nach dem Schmelzen in dem Cuch zurück und können das Abfluß⸗ rohr nicht verſtopfen, auch iſt der Schrank viel leichter zu reinigen. Letzteres ſollte dem friſchen Füllen ſtets vorangehen. Speiſen in warmem Zuſtande dürfen nicht in den Schrank verbracht werden; Speiſen mit ſtarkem Geruch ſollten nur zugedeckt hineingeſtellt werden.
Der Herd als wichtigſter Teil der Küche verdient am meiſten Beachtung. Ein richtig konſtruierter Herd kann das Kochen bedeutend erleichtern, das Gegen⸗ teil aber erſchweren. Da die Hausfrau in der Regel mit dem guten oder ſchlechten Herde zurechtkommen muß, den ſie in der von ihr gemieteten Wohnung vor⸗ findet, ſo genügt es, wenn wir uns nur mit einem den gewöhnlichen Verhält⸗ niſſen entſprechenden befaſſen. Allgemein ſind franzöſiſche Herde mit Bolz⸗, Steinkohlen⸗ oder Koksfeuerung im Gebrauch. Stets ſollte er ſo aufgeſtellt ſein, daß er bequem von drei Seiten zugänglich iſt. Ein möglichſt geringer Brennmaterialverbrauch ſoll die Platte gleichmäßig erhitzen. Selbſt für die kleinſte Küche ſollte dieſelbe mindeſtens 1 ½ Meter lang, 1 Meter breit und dabei 2—5 Zentimeter dick ſein. Dann ſollte er 2—3 Kochlöcher mit je 3 Ringen haben. Durch eine Klappvorrichtung muß ſich die Hitze nach einem Orte hin⸗ oder ableiten laſſen. Zurzeit ſind die Herde derartig konſtruiert, daß die Abzug⸗ gaſe einen Trockenraum erwärmen, welcher es ermöglicht, Teller und Schüſſeln vorzuwärmen. Das Waſſerſchiff ſoll einen flachen Schiebedeckel haben; derſelbe geſtattet das Warmhalten von Platten, Speiſen uſw. Sehr praktiſch iſt es, wenn auf dem Waſſerſchiff nach Ausziehen des Deckels ein Waſſerbad(Bain- marie) aufgeſetzt werden kann. Eine weitere Annehmlichkeit iſt ein über dem Schiff angebrachter Waſſerleitungshahn, welcher das Füllen bedeutend er⸗ leichtert. Ein Ablaßhahn taugt nicht viel, weil er durch das Anſetzen von Waſſer⸗ ſtein ſehr leicht in Unordnung geraten kann. Man achte darauf, daß das Schiff ſtets wieder nachgefüllt wird, man erſpart ſich dadurch manchen Schaden und manche Reparaturkoſten. Dem ungleichen Erhitzen des Bratofens bei einer Feuerung wird durch das Anbringen einer zweiten, kleineren Feuerung aeolfen; ein vollkommener HZerd ſollte mit zwei Bratöfen verſehen ſein.
Iſt ein Berd beſonders gut eingerichtet, ſo verfügt er noch über einen Waſſerbehälter mit Schlangenrohranlage oder Zplindereinrichtung. Damit kann durch Röhrenleitung der Spültiſch mit Warmwaſſerhähnen verſehen werden. Durch eine Vorrichtung wird nach Entnahme von warmem Waſſer das Reſervoir von ſelbſt wieder nachgefüllt.
In neuerer Zeit werden die ſo raſch beliebt gewordenen Gasherde an die Platte angeſchloſſen, eine Neuerung, welche den oft kleinen Raumverhältniſſen der Küche in unſeren Mietwohnungen Rechnung trägt.
Pflicht der Hausfrau iſt es, auch dann, wenn ſie das Kochen nicht ſelbſt beſorgen ſollte, ihren Herd genau zu ſtudieren, ſeinen Tücken und Launen begegnen zu wiſſen, hauptſächlich aber ſeine Feuerungsverhältniſſe genau zu


