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Die neuzeitliche Küche : ein praktischer Lehrkurs der Kochkunst und Ernährungskunde sowie der Diätküche : mit 4000 Rezepten und Anleitungen / von Rudolf Zäch
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III. Die Küche und Speiſekammer mit ihrer Einrichtung. 13

Junge Hähnchen(Hücken). Man rechne davon, wenn ſie noch klein ſind, bei

einem Gericht für jede Perſon ein Hähnchen, ſind ſie aber von mittlerer Größe,

ſo würden 3 Stück für 4 Perſonen hinreichen. Wird bei mehreren Schüſſeln ein zweiter Braten neben den Hähnchen gegeben, ſo kann man den vierten Teil weniger rechnen.

Metzer und Brüſſeler Poulet reicht für 23 Perſonen.

Junge Cauben. Als einzelnes Gericht nehme man für 4 Perſonen s Stück, bei einer Reihenfolge von Schüſſeln kann man auf die Perſon eine Taube rechnen.

4 Gans als Hauptgericht rechnet man auf die Perſon bei Hafergänſen 250 Gramm, bei gemäſteten Gänſen ½ Kilo.

Ente von Mai bis Juli für 4 Perſonen 2 Stück; von Auguſt bis September 1 Stück.

Rehziemer iſt ſehr verſchieden in ſeinem Gewicht; man rechnet auf die Perſon 300 400 Gramm.

Rehkeule. Als Hauptgericht für die Perſon 300 400 Gramm.

Damhirſch⸗ oder Hirſchrücken und Bug rechnet man 300 400 Gramm auf die Perſon als Hauptgericht. Hirſchkeule nehme man nur von ganz jungen Tieren.

Haſenbraten. Für 4 Perſonen 1 Ziemer und 2 Schlegel. Ein ganzer Baſenbraten reicht für 68 Perſonen.

Wildſchweinskopf gefüllt reicht für ein Geſellſchaftseſſen bei einer Reihen⸗ folge von Schüſſeln für 2040 Perſonen.

Feldhuhn(Rebhuhn), Haſelhuhn, Schnepfe auf die Perſon 1 Stück.

Krammetsvögel, Lerchen, Bekaſſinen. Für Herrn 3 Stück, für Damen 2 Stück als Hauptgericht; bei mehreren Gängen auf die Perſon 12 Stück.

Eine Ochſenzunge von 11 ½ Kilo reicht für 58 Perſonen.

Beefſteaks mit Kartoffeln oder Gemüſe als einzelnes Gericht, oder Kotelette als Beilage zum Gemüſe, für jede Perſon 250 Gramm; ſonſt weniger.

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III. Die Kküche und Speiſekammer mit ihrer Einrichtung.

Die Küche. In derſelben iſt Ordnung und peinlichſte Reinlichkeit ein Haupt⸗ erfordernis, iſt ſie doch derjenige Raum, in welchem die zu der Unterhaltung unſeres Körpers dienenden Stoffe in einer das Auge und den Gaumen zu⸗ gleich reizenden Art zubereitet werden. Wie oft wird ſie als ganz nebenſäch⸗ licher Raum angeſehen, trotzdem ſie der Hausfrau oder der Köchin zum mehr⸗ ſtündigen Aufenthaltsort dient, in welchem ſie mit Luſt und Liebe arbeiten ſoll. Ebenſo ſind Licht, Luft und genügend Raum die Bedingungen einer guten Küche. Trotzdem in den letzten Jahren in dieſer Hinſicht manches beſſer ge⸗ worden, iſt es immer noch eine Hauptſünde unſerer Bauherrn, daß ſie leider allzuwenig Wert auf Größe, Beleuchtung und Lage der Küche legen. Es iſt daher nicht zuviel geſagt, wenn das berechtigte Verlangen der Hausfrau, eine