Teil eines Werkes 
1 (1893) 1. Hugdietrich : Jarl Apollonius
Entstehung
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sofort gerächt, aber daseincetr des Vali entspringt wohl gleichem Anschauungskreis und die sonstigen der Einzelent- wickelung angehörigen Verschiedenheiten wollen gegenüber der Pinheit, welche die Grundanlage zeigt, wenig bedeuten. Dazu kommt nun noch ein Wesentliches. Die Saranyu der Veden wird wie die Leda der griechischen Mythologie von dem in Tier- gestalt sich einführenden Gotte berückt(vgl. Myriantheus

d. Acvins 2, 3 und 47). Obwohl die Maske nicht die gleiche

ist an Stelle des Schwans des griechischen Mythus tritt in Indien ein Hengst so ist doch längst erkannt, dass das-

selbe Motiv beide Erzählungen geschaffen hat. Dass der Gestaltenwechsel als solcher die Hauptsache ist, beweisen auch noch die Erzählungen, die von den Schicksalen der Antiope, der Mutter der thebanischen Dioskuren Amphion und Zethos, berichten; auch ihr nahte sich Zeus specie commutata, in Satyrgestalt.! Ja eine allerdings spät und nur einmal über- lieferte vielleicht sogar apokryphe Sage weiss zu melden, dass er, der Vielgewandte, in weiblicher Verhüllung als Miana sich bei ihr eingeführt habe.2

Roscher 380.

Bugge 138 Anm. Der von ihm angezogene Scholiast schreibt wörtlich Gch citiere nach Statius ed. Barth, Tom. III S. 1645): Juppiter cum amaret Antiopem Nyetei filiam, speciosissimam puellarum, nec Posset eam corrumpere, quoniam pater suspectos omnes habebat de stu- pro Propter formam filiae, eamque custodiae mancipiaret. Petiit puella ut Pianae sacerdos consecraretur. Tum Juppiter in habitu virginis Dianam mentiens puellam compressit, cui arcum et faretram suam reliquit. Diese Erzählung ist vor allem deshalb so merkwürdig, weil sie, wie schon im Text bemerkt, völlig allein steht. Alle anderen Ueberliefe- rungen berichten, dass Zeus sich zum Satyr metamorphisiert; dagegen meldete eine in vielen Versionen auf uns gekommene Sage von Zeus und Kallisto, dass der Gott ihr, der Jungfrau der Artemis, in der Ge- stalt ihrer Herrin sich genähert habe. Am ausführlichsten behandelte diese Sage Ovid Met. II 409 530,(über die Behandlung der Sage b. Albrecht v. Halberstadt vgl. Bartsch's Pinl. CXLII CXLIII, s. a. ebenda LIV.) Fast. II. 155 192. Siche Roscher Lex. XXIII. Liefg. 331 335.

Da nun Kallisto auch für die Tochter des Nykteus galt und in mauchen Berichten zur Mutter von Zwillingen gemacht wurde, so ist es sehr denkbar, dass der Scholiast die beiden verwechselte, wenn er auch den Hergang in seiner Weise darstellte. Bemerkenswert ist, dass auch die 1498 zu Venedig gedruckte Ausgabe des Statius zur Erklärung

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