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dass sie dieser äusseren Bestätigung nicht bedarf, sondern cher noch dazu dienen kann, diese zu stützen. Weit weniger gesichert Scheint Müllenhoff's kühne Rekonstruktion, derzu- folge auch Baldr und Vali aus dem germanischen Pioskuren- mythus hervorgegangen seien,! und es ist ja bekaunt, dass nicht nur Bugge, sondern auch Meyer§ 346 S. 263 sich hiergegen ablehnend verhalten. Da ich auf andern Wegen zur Begründung von Müllenhoff's Hypothese zu gelangen ge- denke, sei hier nur referierend erwähnt, dass Vetter Germ. 19, 196— 211 die„Alces“ auf den sterbenden und durch Wiedergeburt neu erstehenden Freyr deutet, während Sarra- zin Anglia 9, 201— 204, Z. f. v. L. Beowulfstudien 49— 67 vgl. a. 192— 94 in den Brüdern den Fruchtbarkeits- und Lichtgott d. h. Freyr und Baldr erkennen will, da doch schon die griechischen Pioskuren anzeigen, dass der indogermanische Brüdermythus, der wohl sicher voraus- gesetzt werden darf, kein eigentlicher Göttermythus war. Zum Schlusse sei noch erwähnt, dass Rydberg, Unders. I1 222— 233, mit wie mir scheint höchst bedenklichen Mitteln zum Resultat gelangt, die taciteischen Brüder seien Baldr und Hödr.?
Jedenfalls ist es eine höchst bemerkenswerte Ueber— einstimmung zwischen dem Mythus von Baldr-Vali und den griechischen Mythen, dass die Ermordung des älteren Bruders und die Blutrache, die der jüngere Bruder am Mörder voll- streckt, das gemeinsame Grundprincip bildet; es ist diese Gleichheit der Haupthandlung umso höher anzuschlagen, als im Mittelpunkt des griechischen Dioskurenmythus das gleiche Motiv wirksum ist.“ Freilich wird hier der gefallene Kastor
Mit einigen Modifikationen huldigt dieser Ansicht Edzardi Lbb. Sp. 125, 126; sklavisch reproduciert Müllenhoffs Anschauungen Schweizer- Sidler, Germania d. Tacitus, S. 80.
Pass Lippert, Religionen d. Europ. Kulturvölker 132 die ganze taciteische Notiz anzweikelt, mag wenigstens an dieser Stelle Er- wähnung finden. Auch Saxo's Darstellung der Othinusmythen ersch int ihm höchst unglaubwürdig ebenda 211 8. a. 210.
Vgl. Preller gr. Myth. II? 95, 96; Welcker gr. G. D 611 Furt- wängler b. Roscher 1460, dem dieser Mythus als der„wichtigste, mit ihrem Wesen eng zusammenhängende“ erscheint. S. a. Scherer, Litt. 129.
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