Teil eines Werkes 
1 (1893) 1. Hugdietrich : Jarl Apollonius
Entstehung
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12 Schön lässt sich bei diesen drei Parallelstellen das fort schreitende Schlechterwerden der Ueberlieferung, anderscits aber die enge Zusammengehörigkeit unserer Texte erkennen. Den weiteren Verlauf des Kampfes erzählt L 186 116 daz swert er? ze beiden handen nam,

er sluoc im ab den andern zoph daz er vuor von dan.

Die beiden anderen Texte haben nichts, was sich dem an die Seite stellen liesse; ich glaube aber, dass schon obige Gegenüberstellungen genügend den Wert von L darthun. Denn wie der Zug mit dem Frauenhaar in d. nur noch un- organisch und in unverständlicher Weise Verwendung findet, in Ecken Ausf. aber völlig verschwunden ist, so schen wir, dass in L er einheitlich mit dem Uebrigen verschmolzen sich zeigt und von wesentlicher Bedeutung ist.

An der mythischen Bedeutung dieser Haartracht ist auch nie gezweifelt worden, wenn auch noch nicht festgestellt wurde, was sie eigentlich symbolisiert. In seiner Piss. 32 begnügt sich Zupitza mit einem:Mon inteliho, in der Pinl. z. H. B. 5, XLIII meint er, es seiursprünglich langes im Winde flattern- des Haar gewesen. Poch ist damit noch wenig erklärt; denn es geht aus der ganzen Marstellung hervor, dass es mit denzöphen ursprünglich eine eigene Bewandtnis gehabt haben muss, die allerdings schon in L in den Hintergrund gedrängt ist, sich aber noch gut reconstruiren lässt. Wir sehen, dass Pietrich seine Schwertschläge in erster Linie gegen das [laar seines Gegners richtet. L 1861 nimmt er zu diesem Zweck sogar sein Schwert ge beiden handen. Vasolt seiner- seinerseits erklärt sich sofort für besiegt, nachdem ihm sein zweiter Zopf abgeschlagen worden ist, ohne dass wir den Grund für seine Kampfunfähigkeit einschen könnten:s

Wilmanns Altd. Studien 97 ff. hat diesen Stellen keine Aufmerk- samkeit geschenkt.

* Pietrich.

In d. und Ecken Ausf. wird an dieser Stelle F. schwer ver- wundet und seine Rüstung völlig zerhauen, sodass allerdings an eine Fortsetzung des Kampfes nicht zu denken ist.

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