Längst ist Vasolt als Sturm- oder Wetterriese bekannt und als solcher von Grimm(. Myth. Ind. s. v.) Simrock(Hdb. ebenda), Zupit?za in seiner Diss.„De carmine Eckio“ S. 31, 32, in desselben Finleitung z. H. B. 5 XLIII, neuerdings dann von Meyer(germ. Myth. bes. S. 150 mit den übrigen Sturm- riesen) behandelt worden. 1
Als wesentlichstes Charakteristicum seiner äusseren Er- scheinung, das auch im Bild Verwendung fand?, tritt uns in L und ds wie erwähnt das Frauenhaar entgegen, besonders aus- führlich geschildert in L.
Die erste Erwähnung findet das Haar
L. 165,11 Er truoc ouch här alsam ein wip d. 218, 11 Ja het er har alsam ein weib. Ecken Ausf. ed. Schade hat V. 149 1 der Held trug harnisch als ein weib.
Es ist evident, dass dieser Vers aus einem, der den eben mitgeteilten inhaltlich nahe stand, verdorben wurde, wobei es zweifelhaft bleibt, ob die Aenderung eine absichtliche war oder der fortschreitenden Textverschlechterung zuzuschreiben ist. Jedenfalls ist undenkhar, dass der in der gesammten Veberlieferung vereinzelt dastehende und unerklärbare„han- nisch“ echter Pradition entstamme.
Ausführlich wird diese Tracht dann geschildert L 1662—13 ein zöphe wän so lanc daz si dem orse giengen ze beiden siten hin ze tal. ez was gar silberwizer stal dà st dä inne hiengen; und wän zwén wäkhart harte klar die begunde der Berner prisen. si wären an den heln al där genagelt wol mit isen und wän so veste daz im nie sin här in keinem strite verschröten was von hie. Vgl. dazu noch Siebs Z. f. d. Ph. 24, 450. * Siehe über diese Bezeichnung Zupitza Einl.


