Teil eines Werkes 
1 (1893) 1. Hugdietrich : Jarl Apollonius
Entstehung
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uduti scien, vermag nichts aufzuklären. Dazu wird seine Ansicht von der Beschaffenheit des ornatus gleich der von Rydberg Unders. II. 231 geäusserten dadurch von vornherein ad absurdum geführt, dass die Kleidung des Priesters sich vor allem in der nach weiblicher Art gefertigten Haartracht kundthat. Es ist dies unwiderleglich erwiesen durch Müllen- hoff's? Zusammenstellung der taciteischen Noti? vom Culte der Alcis mit dem Namen des vandilischen Königshauses, dessen Grundwort vhaeds altn. haddr, vgl. H. Z. XII. 346 nur das Frauenhaar speciell das aufgebundene bedeuten kann.

Damit ist der Beweis geliefert, dass von einem weiblicher Tracht gleichenden Schleier, einer Kapuze(Rydb. II. 232) nicht die Rede sein kann. Fest steht also, dass ein Priester, dessen Haartracht weiblicher Sitte sich bequemte, dem Heilig- tum der Brüders vorstand und es fragt sich nun, welchen kultlichen bezw. mythischen Ursachen dieser seltsame Brauch entsprang, der auf germanischem Gebiete durchaus vereinzelt dasteht. Wir sind zwar über altgermanische Haartrachten

1Pr denkt an einenmantel med rapuschong.

Rydberg a. a. O. erwähnt mit keinem Wort M.'s Abhandlung, deren grundlegende Bedeutung freilich davon ebenso wenig berührt wird, als von dem in W. Müller's Mythologie der deutschen Helden- sage 258 Anm. geäusserten abweisenden Urteil.

Namen, die jeweiliger Besonderheit des Haupthaares ihre Ent- stehung verdanken, sind in Menge gesammelt von Pott, Personennamen 590 594.

Pie verschiedenen Etymologien des Namens Astingi sind zu finden bei Diefenbach W. d. got. Spr. unter A. 100 S. 76. Grimm hat be- kanntlich ursprünglich mit Zeuss einer Deutung gehuldigt, nach der das Wort etwa dem lateinischengentilicius entsprechen würde, also sach- lich ahd. chuuing wäre; späterhin(Myth. 316. 317 Gesch. d. d. Spr. 314 bes. 233) erklärt auch er Muæds als Wurzelwort, ohne aber an etwas anderes als wallendes Haar zu denken.

s Ueber die Alcis vgl. ausser Grimm Myth. Ind. 8. v. u. Simrock, Hdb. 3026 die sprachlich höchst bedenkliche Abh. Zöpfl's Altertümer des deutschen Reiches u. Rechts III 369 75, vgl. dazu Baumstark, Auskf. Erl. d. allg. Teils der Germ. 428.

Nach Vetter, Germ. 19, 207erinnert der sacerdos m. o. zugleich an die Vermählung des wiedergebornen Gottes(Freyr) und an die im Verein mit ihm herumgeführte Priesterin, wobei ich freilich nicht weiss, wie diese Annahme sich mit einer wenige Zeilen vorher geäusserten