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Geschichtlicher Wegweiser durch das Gesangbuch und Choralbuch der evangelischen Kirche im Großherzogtum Hessen / bearbeitet im evangelischen Prediger-Seminar zu Friedberg
Entstehung
Seite
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28 Lieder des Geſangbuchs.

Das von ihm in unſerem G.⸗B. ſtehende Lied ſoll er in Hamburg gedichtet haben, als er durch unerwartete Anſtellung aus einer ſehr bedrängten Lage geriſſen und dadurch in den Stand geſetzt wurde, ſeine aus Not verſetzte Viola di Gamba wieder einzulöſen.

339Wer nur den lieben Gott läßt walten. Pſ. 5523.

Kachtenhöfer, M. Raspar Friedrich, geb. am 5. März 1624 zu Halle, wo ſein Vater Rechtspraktikant war, ſtudierte in Leipzig, wurde Magiſter daſelbſt, kam 1651 als Erzieher in das Haus des Kanzlers Carpzow zu Koburg, wurde noch in demſelben Jahre Diakonus zu Meder im Koburgiſchen, 1655 Paſtor daſelbſt, 1671 Diakonus an der Hauptkirche zu St. Moritz in Koburg, nachher auch Veſperprediger und Subſenior daſelbſt und ſtarb am 23. Nov. 1685.

38Dies iſt die Nacht, da mir erſchienen. Tit. 34.

Albinus, Johann Georg, geb. zu Unter⸗Neſſa bei Weißen⸗ fels am 6. März 1624, wurde 1653 Rektor der Donmſchule zu Naumburg und 1657 Paſtor zu Othmar daſelbſt; er ſtarb am 25. Mai 1679.

486Alle Menſchen müſſen ſterben(1652 gedichtet).

(Das Lied erſchien zuerſt bei der Leichenrede auf Paul

von Henßberg. Leipzig 1652. Roſenmüller, der das

Lied in Muſik ſetzte, legt ſich auch die Autorſchaft des Ge⸗

dichts bei.[Vgl. Blätter f. Hymnologie 1884 S. 55ff.). Sirach 413. Joh. 1724.

Scriver, M. Chriſtian, geb. am 2. Jan. 1629 zu Rends⸗ burg. Noch nicht ein Jahr alt, verlor er ſeinen Vater an der Peſt. Auch ſeinen frommen Stiefvater verlor er nach wenigen Jahren wieder, doch gelang es ſeiner Mutter, ihn durch den Beſuch guter Schulen zu Rendsburg und Lübeck zum Studium vorbereiten zu laſſen. 1647 bezog er die Univerſität Roſtock, wo er 1649 Magiſter wurde. 1653 wurde er Diakonus zu Sten⸗ dal. 1667 wurde ihm das Paſtorat an der Jakobikirche in Magdeburg übertragen. 1685 wurde er daſelbſt zum geiſtlichen Inſpektor ernannt. Nach 23jähriger ſegensreicher Amtsführung folgte er 1690 einem Rufe als Kirchenrat und Oberhofprediger der Abtiſſin von OQuedlinburg, obwohl ſeine Gemeinde alles aufbot ihn zu halten. Er ſtarb daſelbſt 5. April 1693 und