26 Lieder des Geſangbuchs.
erſt in ſpäteren Jahren, wie er ſelbſt ſagt, auf Veranlaſſung ſchweren häuslichen Unglücks. Er ſtarb zu Naumburg am 2. Juni 1681. Er hat 148 geiſtliche Lieder gedichtet, wovon ſich in unſerem Geſangbuch befinden: 22„Kommſt du, kommſt du, Licht der Heiden?“ 66„Jeſu, meines Lebens Leben“. Joh. 146. Matth. 270. 97„Ach wundergroßer Siegesheld“. 1. Petr. 322. Col. 118. 31—4. Eph. 523. Joh. 129. Hebr. 112 Schirmer, M. Michael, geb. Juli 1606 zu Leipzig, war zu⸗ erſt Rektor in Freiberg, dann Paſtor zu Striegnitz an der Mulde, wurde 1636 Subrektor am grauen Kloſter in Berlin, 1643 Konrektor und ſtarb, nachdem er mehrere Jahre gemütskrank geweſen war, am 4. Mai 1673. Er nannte ſich ſeiner vielen Leiden wegen den„deutſchen Hiob“. Von ihm ſind: 19„Nun jauchzet all', ihr Frommen“. 110„Oheil'ger Geiſt, kehr bei unsein“. Nach Jeſ. 112. 428„O Gott, der du das Firmament“.
Glearius, Johann, geb. den 17. September 1611 zu Halle, wo ſein Vater Superintendent war, beſuchte die Gym⸗ naſien zu Halle und Merſeburg, bezog hierauf die Univerſität Wittenberg, wo er bereits 1632 als Magiſter Vorleſungen hielt. 1637 kam er als Paſtor und Superintendent nach Querfurt, von wo ihn 1643 der Herzog Auguſt von Sachſen⸗Weißenfels als Oberhofprediger nach Halle berief; in demſelben Jahre er⸗ hielt er die theologiſche Doktorwürde von der Univerſität Witten⸗ berg, 1664 wurde er zum Generalſuperintendenten ernannt, als ſolcher ſtarb er am 14. April 1684 zu Weißenfels. Er dichete 240 Lieder. Er iſt zu unterſcheiden von ſeinem gleich⸗ namigen Brudersſohn, Johann Gottfried Olearius(1635 bis 1711), der auch mehrere Kirchenlieder verfaßt hat, von denen aber keines in unſer Geſangbuch aufgenommen wurde.
23„Nun kommt das neue Kirchenjahr“.
124„Gelobet ſei der Herr, mein Gott“.
Clausnitzer, Tobias, geb. 1618 zu Thum bei Annaberg, ſtudierte 1642 in Leipzig, wurde 1644 Feldprediger bei einem ſchwediſchen Regiment und erhielt 1649 die Stelle eines kur⸗ pfälziſchen Kirchenrates, Stadtpfarrers und Inſpektors zu Weiden


