Druckschrift 
Sanct Elisabeth : Vorbild und Patronin der deutschen Frauen und Jungfrauen : Lehr- und Gebetbuch als Blumenstrauß und Festesgabe für die christliche Frauenwelt / von J. Kieffer, Priester
Entstehung
Seite
31
Einzelbild herunterladen

ze lb

en

Wie eine fromme Gattin der ſchönſte Preis für einen gottesfürchtigen Mann iſt (Spr. 26), ſo konnte Gott auch dieſen Muſter⸗ gatten den koſtbarſten Lohn der Ehe nicht verweigern: den Kinderſegen.

Eliſabeth ward viermal Mutter: ſie ſchenkte ihrem Gemahl einen Sohn und drei Töchter, von denen die erſte Herzogin in Brabant wurde. Die zwei letzten aber weihte ſie ſchon in der Wiege dem Herrn und ſie nahmen auch ſpäter als Bräute Chriſti den klöſterlichen Schleier. Jedesmal, wenn ſie wieder ihren erſten Kirchgang machte, nahm ſie ihr Neugeborenes auf die Arme und ging in einfach wollenem Kleide barfuß zur St. Katharinenkirche. Der Pfad dahin war lang und rauh, ſo daß ihr die Füße bluteten. Dort legte ſie ihr Kind auf den Altar und betete:O Herr Jeſus, Dir und Deiner lieben Mutter opfere ich dieſes theure Kind. Wie Du es mir gegeben, ſo gebe ich es Dir aus ganzem Herzen wieder. Nur um das Eine bitte ich Dich, daß Du dieſes von meinen Thränen benetzte Kleine unter Deine Diener aufnehmen und daß die Sünde nie es trenne von Dir und Deiner Liebe.

Solch' Pirb' ſoll mit Gokt uns verbinden, Pur dann ſind wir reich an dem rdelſten Guk; Dur dann werden Boffnung und fröhlicher Mulh. In Pokh uns und Eyd nicht enkſchwinden.