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Sanct Elisabeth : Vorbild und Patronin der deutschen Frauen und Jungfrauen : Lehr- und Gebetbuch als Blumenstrauß und Festesgabe für die christliche Frauenwelt / von J. Kieffer, Priester
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freudig und vertrauensvoll; Eintracht, Friede und Sicherheit herrſchten überall.

So hätte denn auf Erden Eliſabeth kei⸗ nen vortrefflicheren Gemahl, und dieſer hin⸗ wiederum keine gottesfürchtigere und tugend⸗ haftere Gattin ſinden können. Vereinigte ja Eliſabeth alle Eigenſchaften in ſich, die liebens⸗ würdig machen bei Gott und den Menſchen. Das Schönſte an ihr aber waren ihre Augen, aus denen ein Himmel voll Reinheit, Liebe und Erbarmung leuchtete, ein Abglanz der Schönheit ihrer engelgleichen Seele.

Doch waren es nicht vergängliche, körper⸗ liche Vorzüge, auf welche die jungen Eheleute den unauflöslichen Bund ihrer Herzen und ihre Liebe gründeten, ſondern auf Religion und chriſtliche Tugend. So innig Eliſabeth auch ihren Gemahl liebte, ſo vergaß ſie doch nie, daß er ihr Haupt ſei, wie Chriſtus das Haupt ſeiner Kirche iſt, und daß ſie ihm unterthan ſei. Sie gehorchte ihm daher willig, und ſuchte ihm angenehm zu ſein und Freude zu machen, wo ſie nur konnte. Er ſeinerſeits ließ ihr alle Freiheit zu frommen und mild⸗ thätigen Werken, er munterte ſie ſogar dazu auf und half ihr; nur wenn ihr Eifer zu weit zu gehen ſchien, warnte er ſie mit liebevoller Be⸗ ſorgtheit und wurde dann auch willig angehört.

Jede Nacht, wenn ihr Gemahl ſchlief, beſonders gegen Mitternacht, ſtand Eliſabeth auf, kniete nieder und betete dann lange zum Dank, daß Chriſtus um Mitternacht in Kälte