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Sanct Elisabeth : Vorbild und Patronin der deutschen Frauen und Jungfrauen : Lehr- und Gebetbuch als Blumenstrauß und Festesgabe für die christliche Frauenwelt / von J. Kieffer, Priester
Entstehung
Seite
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4. Rnospen.

Preuz und Leid zeigen dem Menſchen ſo recht klar und deutlich die Vergänglichkeit dieſer Welt und lehren ihn, Augen und Herz nach oben zu erheben. Eine Mutter hatte die kleine Eliſabeth nicht mehr auf Erden; was war natürlicher, als daß ſie ihren from⸗ men Sinn noch mehr nach dem Himmel, ihrem wahren Vaterlande, richtete, zum ewigen Vater und zu ihrer lieben, himm⸗ liſchen Mutter? Vertrauensvolles Gebet iſt ja der Balſam für alle Herzenswunden. Beten war daher auch ihre liebſte Beſchäf⸗ tigung und alle ihre Gedanken waren darauf gerichtet, Gott zu dienen und den Himmel zu gewinnen.

So oft ſie konnte, ging ſie in die Schloß⸗ capelle, kniete am Fuße des Altares nieder, und da ſie noch nicht leſen konnte, faltete ſie ihre Händchen auf ein großes Pſalmenbuch, um ſo Gott dem Herrn alle in demſelben enthaltenen Lobpreiſungen aufzuopfern; dann blickte ſie gen Himmel und überließ ſich längere Zeit dem mündlichen Gebete und kindlich frommer Betrachtung. Mit der Einfalt eines Kindes vereinigte ſie einen Ernſt, der weit über ihre Jahre hinausging. Sie lebte nur für Gott und ſuchte ihm allein zu gefallen.

Seibſt in ihren Spielen wich der Gedanke an Gott nicht von ihrer Seele; ſie wußte durch allerlei Mittel die Liebe zu Gott und