Druckschrift 
Sanct Elisabeth : Vorbild und Patronin der deutschen Frauen und Jungfrauen : Lehr- und Gebetbuch als Blumenstrauß und Festesgabe für die christliche Frauenwelt / von J. Kieffer, Priester
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen

un as

n, tt

el u

er

auch, wenn deſſen hohe Tugenden und kind⸗ liche Frömmigkeit Gott bewogen, dasſelbe mit dem herrlichſten Beweiſe ſeiner Liebe zu belohnen: ein reichbegnadetes Kind ſeiner elterlichen Fürſorge anzuvertrauen.

In der hl. Taufe erhielt die kleine Prin⸗ zeſſin den Namen Eliſabeth, d. h. dieGott⸗ begnadete,voll von Gott, oder nach Andern dieGottgeweihte. Welch hohe Verehrung die königliche Familie für die hl. Sacramente der Kirche hatte, bezeugt der Umſtand, daß das Kind proceſſions⸗ weiſe unter dem ſchönſten Traghimmel und mit der größten Pracht, wie zu einer feier⸗ lichen Vermählungs- oder Krönungsfeier zur Kirche gebracht und zurückgeleitet wurde. Und in der That! Wird in dieſem hl. Sacra⸗ mente die Seele des Täuflings nicht mit Gott, dem höchſten Herrn, gleichſam ver⸗ mählt für die ganze Ewigkeit? Wird ſie nicht vom hl. Geiſte bekleidet mit dem herr⸗ lichen Gewande der Unſchuld und der heilig⸗ machenden Gnade, gekrönt mit der koſtbaren Krone eines Kindes Gottes und Erben des Himmels?

Die Gnaden nun, die der liebe Gott ſo reichlich in die Seele dieſes Kindes gegoſſen, fingen unter Gebet und ſorgſamer Pflege der Eltern bald an, ſich allmählich auch nach außen zu offenbaren. Die Kleine hörte ſo gern reden vom lieben Gott, vom Heilande

Jeſus und ſeiner gebenedeiten Mutter, und