—
die hhl. Namen Jeſus und Maria waren die erſten, die ſie auszuſprechen ſich be— mühte. Dann lerute ſie kleine Gebete und hatte keine größere Freude, als dieſelben recht oft vor einem Crucifixe oder Marienbilde herzuſagen. Nichts war ihr lieber, als die Wahrheiten der katholiſchen Religion erklären zu hören, über die ſie dann ſtundenlang nach— dachte und ihrem Kinderherzen tief einprägte. Kaum drei Jahre alt, zeigte ſie ſchon das zärtlichſte Mitleid für die Armen, theilte alles Geld, das man ihr ſchenkte, als Almoſen unter ſie aus; und hatte ſie ſelbſt Nichts mehr, ſo ging ſie in die Küche und bat um Eßwaaren, um ſelbe den Armen hinaus⸗ tragen zu können. So war ihr erſtes Wort ein Gebet, ihre erſte Handlung ein Almoſen. Früh ſchon zeigten ſich in dieſer zarten Kindes⸗ ſeele die lieblichen Blüthen der feurigſten Gottes⸗ und Nächſtenliebe, die ſpäter ſo herrliche Früchte bringen ſollten.
Daß Gott auf ganz außergewöhnliche Weiſe mit dieſem Kinde war, zeigte ſich bald. Kaum nämlich war Eliſabeth geboren, ſo hörten alle Kriege auf, in die Ungarn ver⸗ wickelt war, alle inneren Spaltungen legten ſich bei, die Gebote Gottes wurden beſſer befolgt, neu erblühten Frömmigkeit und Tu⸗ gend, und ihrem Vater gelang Alles, was er unternahm.— Das Gute, was die Kinder thun, ſtrahlt ja hier und im Jenſeits auf die Eltern zurück, und Gott belohnt häufig


