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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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Gebet christlicher Eheleute.

ihnen davon rede, daß sie, HErr, deine Wege halten und thun, was recht und gut ist, auf daß ihnen alles das Gute widerfahre, das du uns geredet hast, daß ich den HErrn ehre von meinem Einkommen, den Armen und Duͤrftigen Gu⸗ tes thue, auf daß der Se⸗ gen in meinem Hause bleibe und ein bleibend Wesen habe. Laß mich des gegen⸗ waͤrtigen Gutes zum Le⸗ ben und nicht zur Suͤnde branchen, daß ich von dei⸗ nem Segen in deiner Furcht esse und trinke, meiner sau⸗ ren Arbeit genieße und nicht ein anderer sie Tron O reicher GOtt im Thron! Armuth und Reichthum gieb mir nicht, laß mich aber mein bescheiden Theil Speise dahin nehmen, ich moͤchte sonsten, wo ich zu satt wuͤrde, verleugnen und sagen: Wer ist der HErr? ich habe genug, wie kann mirs fehlen? Oder wo ich zu arm wuͤrde, moͤchte ich stehlen und mich an dem Namen GOttes vergreifen, zuüͤrnen GOtt und meinem Koͤnige fluchen. Lieber HErr und Meister, der du alles mit Lindigkeit und vie⸗ lem Verschonen regierest, laß mich meinem eigenen Hause wohl vorstehen, Kin⸗ der und Gesinde christlich regieren, Arbeitern und Ta⸗ geloͤhnern nicht unrecht thun, damit nicht der ab⸗ ebrochene Lohn der Ar⸗ eits⸗ und Ackersleute und derer, die unser Land ein⸗

geerntet haben, wider mich gen Himmel schreie und mir Suͤnde sei, sondern des Tages gebe, daß die Sonne nicht daruͤber un⸗ tergehe. Laß mich nicht Wucher und Uebersatz von meinem Naͤchsten nehmen und ihn beleidigen, daß mein Segen nicht verflucht werde und mir alles unter den Haͤnden zerrinne, daß ich mir genuͤgen lasse an dem, das da ist, und gefallen, ich habe wenig oder viel; auch thue mer deine Gnade, daß ich mich in allem meinem Thun und Leben als ein christlicher Hausvater erzei⸗ ge und in deinen Guͤtern treu beweise, damit ich in der Rechnung wohl bestehe und als ein frommer und treuer Knecht uͤber viel ge⸗ setzet werde, zu meines HErrn Freude eingehe und selig werde, um Christi willen: so will ich dir hier zeitlich danken, daß du mich mit deinen Guͤtern gesaͤt⸗ tiget hast, und dort mit Abraham, Isaak und Ja⸗ kob, deinen Dienern, im Himmelreich dich ewig prei⸗ sen. Amen. J. Heermann.

Sebet christlicher Eheleute.

armherziger gnaͤdiger

GOtt, lieber Vater, du hast uns nach deinem naͤdigen Willen und goͤtt⸗ icher Vorsehung in den heiligen Ehestand gesetzt, daß wir nach deiner Ord⸗ nung darin leben sollen. Darum troͤsten wir uns

auch

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