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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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2⁰ Morgengebet

am Alittwoch.

den Sohn GOttes, leben, und werde du selbst also mein Leben. Denn der Glaube soll und mag kei⸗ nes andern leben, als dei⸗ ner allein. Denselben wol⸗ lest du auch, o mein HErr und GOtt, durch die Liebe lassen in mir thaͤtig sein, als dein goͤttlich Werk in mir, das mich verwandele und neu gebaͤre, und den alten Adam in mir toͤdte, auch aus mir einen ganz andern Menschen mache von Herz, Muth, Sinn und allen Kraͤften. So wer⸗ de ich erst ein Rechtglaͤu⸗ biger in der That werden und Abrahams Same, auch nach der Verheißung ein Erbe sein des Ziels, wel ches der Glaube mir vor⸗ haͤlt, daß ich Gemeinschaft haben koͤnne mit allen Glaͤu⸗ 9185 hier und dort oben. Alsdann soll mich auch nichts von solchem festen Grunde GOttes abfuͤhren, noch von deiner Liebe schei⸗ den, weil du mir hoͤher bist als alle Schaͤtze Egyp⸗ tens. Also laß mich den Fußstayfen der alten Glaͤu⸗ bigen nachfolgen, und die eitliche Ergoͤtzung der Suͤn⸗ en im Glauben meiden, damit ich deine Herrlichkeit und Belohnung erkenne, und desto mehr nach dir und deiner Gerechtigkeit ver⸗ lange; bis ich endlich in deinem Bilde erwache, und nach dem Glauben im

Schauen ewig in dir lebe und das Ende des Glau⸗ bens, nemlich der Seelen

Seligkeit/ davon bringe. A⸗ men, um deinertheuren Ver⸗ heißungen willen, Amen.

Morgengebet am Mittwoch.

u dir, o himmlischer Va⸗ ter, wende ich meine ersten Gedanken anjetzo, und erhebe mein Herz da⸗ zu, damit ich in dir nun⸗ mehr allein leben, stehen und gehen moͤge. Sei du ferner meine Burg und Zuversicht, wie du es diese Nacht ja so treulich wa⸗ rest, dafuͤr dich mein Ge⸗ muͤth preisen und anbeten muͤsse. Nun wache heute ferner uͤber mich, uͤber meine Sinne und Glieder, vornemlich uͤber mein Herz. Gieb mir ja eine taͤgliche Buße uͤber alle meine Ver⸗ derbniß und uͤbrige Unrei⸗ nigkeit. Laß mich in dir reden und wirken dein Wohlgefallen, in dir essen und trinken, weben und bewegen. Und weil du dei⸗ nen Namen, o HErr, ein festes Schloß nennest, so laufe ich mit allen, die du im Glauben deines Sohnes Sehent machest, dahin. In iesem ergebe und opfere ich dir auch alles, was du mir geschenkt hast, auch alle meine Mitglieder, sie seien nahe oder ferne, auf daß wir allesammt dein ewig Eigenthum werden und bleiben, auch dich also zusammen als Einer mögen anbeten. Laß deinen Geist den ganzen Tag an uns zuͤchtigen und arbeiten, da⸗

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