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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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Christliches Leben.

rufen hat; kommt, folgt man verstrickt und träg

und trauet dem; ein Je⸗ der sein Gesichte mit gan⸗

zer Wendung richte steif Duͤnne,

nach Jerusalem.

3. Der Ausgang, der geschehen, ist uns fuͤrwahr nicht leid, es soll noch besser gehen zur Abgeschie⸗ denheit; nein, Kinder, seid nicht bang, verachtet tau⸗ send Welten, ihr Locken und ihr Schelten, und geht nur euren Gang.

4. Gehts der Natur entgegen, so gehts gerad und fein; die Fleisch und Sinnen yflegen, noch schlechte Pilger sein. Ver⸗ laßt die Kreatur und was euch sonst will binden, laßt gar euch selbst dahinten, es geht durchs Sterben nur.

5. Man muß wie Pil⸗ ger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer; viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich todt: wir reisen abgeschieden, mit Weni⸗ gem zufrieden, wir brau⸗ chens nur zur Noth.

6. Schmuͤckt euer Herz aufs Beste, sonst weder Leib und Haus; wir sind hier fremde Gaͤste und ziehen bald hinaus. Ge⸗ mach bringt Ungemach; ein Pilger muß sich schicken, sich dulden und sich buͤk⸗ ken den kurzen Pilger⸗Tag.

7. Laßt uns nicht viel besehen das Kinderspiel am Weg; durch Saͤumen und durch Stehen wird

Es geht uns all nicht an; nur fort, durch Dick und kehrt ein die leich⸗ ten Sinne, es ist so bald gethan.

8. Ist gleich der Weg was enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge und manches Kreuze traͤgt: es ist doch nur ein Weg; laß sein! Wir gehen wei⸗ ter, wir folgen unserm Lei⸗ ier und brechen durchs Geheg.

9. Was wir hier hoͤrn und sehen, das hoͤrn und sehn wir kaum; wir las⸗ sens da und gehen, es ir⸗ ret uns kein Traum. Wir gehn ins Ewge ein, mit GOtt muß unser Handel, im Himmel unser Wan⸗ del und Herz und alles sein.

10. Wir wandeln ein⸗ gekehret, veracht und un⸗ bekannt, man siehet, kennt und hoͤret uns kaum im fremden Land; und hoͤret man uns ja, so hoͤret man uns singen von unsern großen Dingen, die auf uns warten da.

11. Kommt, Kinder, laßt uns gehen; der Va⸗ ter gehet mit, er selbst will bei uns stehen in je⸗ dem sauren Tritt; er will uns machen Muth, mit suͤßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir habens gut.

12. Ein Jeder munter eile, wir sind vom Ziel noch fern, schaut auf die

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