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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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Rächstenliebe.

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des HErrn. nur eingekehrt, da uns die Liebe winket und den, der folgt und sinket, den wahren Ausgang lehrt.

13. Des suͤßen Lammes Wesen wird uns da ein⸗ gedruͤckt, man kanns am Wandel lesen, wie kind⸗ lich, wie gebuͤckt, wie sanft, gerad und still die Laͤmmer vor sich sehen und ohne Forschen gehen so, wie ihr Fuͤhrer will.

14. Kommt, Kinder, laßt uns wandern, wir gehen Hand an Hand, Eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. Kom̃t, laßt uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten: die Engel uns begleiten als unsre Bruͤderlein.

15. Sollt wo ein Schwa⸗

cher fallen, so greif der Staͤrkre zu; man trag⸗

man helfe allen/ man yflan⸗ 0 Lieb und Ruh: kommt,/ bindet fester an, ein Jeder sei der Kleinst. doch auch wohl gar der Reinste auf unsrer Liebesbahn.

16. Kommt, laßt uns

Das Aug der folgt dem andern, bald

faͤllt das Fleisch ins Grab; nur noch ein wenig Muth, ach nur ein wenig treuer, vor allen Dingen freier gewandt zum ew⸗ gen Gut!

17. Es wird nicht lang mehr waͤhren, halt noch ein wenig aus; es wird nicht lang mehr wahren, so kommen wir nach Haus: da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen From⸗ men daheim zum Vater kommen, wie wohl, wie wohl wirds thun!

18. Drauf wollen wirs denn wagen, es ist wohl wagenswerth, und gruͤnd⸗ lich dem absagen, was aufhaͤlt und beschwert: Welt, du bist uns zu klein

und Leben,

wir gehn durch IEsu Lei⸗ rüten hin in die Ewigkeite 15 es soll nur IEsus sein. 19. O Freund, den wir erlesen, o allver guuͤgend o ewig-bleibend Wesen, wie reizest du den Muth! Wir freuen uns in dir, du unsre Wonn worin wir

munter wandern, der Weg ewig schweben/ du unsre

V

kurzt immer ab; ein Tag

ganze Zier. Gerh. Tersteegen.

XXVII.

Mel. Uun lob, mein Seel, den RErren.

4685 3. Ott ist 1 053 G die wah⸗ re Liebe, die ihn ohn Maaß und Ende treibt; ihr Blick

wird dem nicht trüͤbe, der sie umfaßt und in ihr bleibt.

Rächstenliebe.

Sie ist dazu erschienen/ und Menschen kund ge⸗ macht, daß sie sich deß be⸗ dienen, was sie hervorge⸗ bracht. Sie leuchtet aus dem Sohne, den er zu uns gesandt, der ist ihr Glanz/ und Krone, und ihr Ver⸗ sichrungs-Pfand.

Er