Druckschrift 
Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
879
Einzelbild herunterladen

IINNAl Heit.

W bu sh Mihen, 0 auls noch g lucstund Scht u, lebest 10 Pein win 6 gescheher, 1 oft verth Ht, wie duz t gethan, h vollt: komm und by omm,/ Und he Schuld; g Gott versh de Gnad terwitf dich s agen: so Zurnen Ia vielem haz ird Gott n sein. wird alle Ules, was t, wieder u achen; denn? ie er lichtye 0 wirft lagt heht ud H hraͤnen u Leid uande ichkeit, befiehl ih Wirfdendin auf ihn, uus pflege,hh u ihm sschn / bete/ shh ju Hatzeh dt t a, I his die Hüft

Heh, ö chi O meh nch Armeh

schst

Gelassenheit.

schau zugleich mein Elend an; ach erweise dein Er⸗ barmen, wie du vormals hast gethan; staͤrke meine matten Glieder, gieb mir Muth und Freude wieder,

ruͤste mich zum Kampf

und Streit, mache mich im Kreuz erfreut.

10. Laß mich nimmer⸗ mehr verzagen, wehre aller Ungeduld, hilf die Kum⸗ merbuͤrde tragen, troͤste mich mit deiner Huld; gieb, daß ich dir treulich diene und in mir die Hoff⸗ nung gruͤne, daß du mir aus allem Leid helfen wirst zur Herrlichkeit.

11. Da will ich mit Freuden preisen deine Guͤt und Wunderthat, wie mich auf den Lebensreisen deine Hand gefuͤhret hat: da will ich mein Danklied bringen und ein Hallelu⸗ iah singen. O mein IE⸗ su, rufe mich, daß ich komm und preise dich.

12. Doch, so lang ich in der Hoͤhle dieses Jam⸗ mers bleiben muß, so be⸗ wahre meine Seele, und regiere meinen Fuß, daß ich nicht in Suͤnden salle sondern dir zu Ehren walle und, wenn ich den Lauf vollbracht, froͤhlich gebe gute Racht.

Zachar. Hermann. Mel. WMein Herzens⸗ JIEsu, meine Lust. ů MIi 1049·91 mich fuͤhrt, so will ich gehn, ohn alles Eigen⸗

waͤhlen; geschieht, was er mir ausersehn, wird mirs an keinem fehlen. Wie er mich fuͤhrt, so geh ich mit, und folge 2⁴ Schritt vor Schritt in kindlichem Vertrauen.

2. Wie GOtt mich fuͤhrt, so bin ich still und folge seinem Leiten; obgleich im Fleisch der Eigenwill will oͤfters widerstreiten. Wie GOtt mich fuͤhrt, bin ich bereit in Zeit und auch in Ewigkeit, stets seinen Schluß zu ehren.

3. Wie GOtt mich fuͤhrt, bin ich vergnuͤgt, ich ruh in seinen Haͤnden; wie er es schickt und mit mir fuͤgt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt: er mache, wie es ihm gefaͤllt, zum Leben oder Sterben.

4. Wie GOtt mich fuͤhrt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunder⸗ lich, sein Rath wird doch erfuͤllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie GOtt mich fuͤhrt, so bleib ich treu im Glau⸗ ben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei: was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: was GᷣOtt mir widerfah⸗ ren laͤßt, muß mir zum Be⸗ sten dienen.

6. Wie GOtt mich fuͤhrt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken.

Von