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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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877
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Zu Reujahr.

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auch ich: gieb, daß ich nichts veruͤbewas irgend wider dich Dir ist mein Will ergeben, ja, er ist nicht mehr mein, dieweil mein ganzes Leben dein eigen 919. zu sein.

4. Nach dir soll ich mich schicken, und, HErr, ich wills auch thun. Soll mich die Armuth druͤcken, ich will dabei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen, ja, HErr, befehle mir. Soll ich Verachtung tragen/ ach ich gehorch auch hier.

5. Soll ich verlassen sitzen, HErr GOtt, dein Wille gilt. Soll ich in Aengsten schwitzen, mein Heiland, wie du willt. Soll ich denn Krankheit leiden, ich will gehorsamsd sein. Soll ich von dannen scheiden HErr, dein Will ist auch mein. ö

6. Soll ich zum Him⸗ niel dringen, gar gern, o GOtt, mein Ousch Soll mich die Hoͤll einschlingen, ach dieses willst du nicht. Ich habe zwar verdienet die rothe Hoͤllenglut, du aber bist versuͤhnet durch deines Sohnes Blut.

7. Heut ist das Jahr beschlossen; HErr, deine Gnad sei heut auf mich neu ausgegossen, mein werd auch neu. Laß ich die alien Suͤnden, so werd ich, GOtt, bei dir auch neuen Segen finden; dein Wort verspricht es mir.

Gotifried Wilhelm Sacer.

Mel. Machs mit mir, GoOtt, nach deiner Gül.

*(Ein Jahr 1047. En Jaht nach dem andern hin, der Ewigkeit entgegen. Ach moͤchte doch der traͤge Sinn dies fleißiger erwaͤ⸗ gen! Ach braͤchte doch ein jedes Jahr viel neue gute Srach dar!

2. Allein, wo ist, wo ist die Frucht, die wir bis⸗ her getragen? Wie oft hat GOtt umsonst ge⸗ sucht, wie hat er muͤssen klagen! Es that ihm weh, wenn seine Hand anstatt der Frucht nur Blaͤtter fand.

3. Haut ab, spricht er, den kahlen Baum, der keine Fruͤchte traͤget! Was nimmt er andern Saft und Raum? Komm, Tod der alles schlaͤget, komm, leg die Axt der 40, 0 an,/ thu einen Streich, so ists gethan.

4. Allein der treue Hei⸗ land spricht: Laß ihn dies Jahr noch stehen; traͤgt er noch keine Fruͤchte nicht, ich hoff sie noch zu sehen. Ach halt des strengen Ur⸗ theils Lauf doch dies Jahr nochmein Vater, auf.

5. So Kraf denn, lieber Heiland, Kraft, dies Jahr viel Frucht zu bringen. Ach laß doch deines Gei⸗ stes Saft in unsre Zweige dringen. Schuͤtt auch auf unsrer Eltern Haus viel Gnade, Kraft und Segen

aus. Joh. Jac. Rambach. XXNV. Ge⸗