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Morgenlieder.
Lebens Licht, nun ist die Nacht vergangen; mein Geistesaug zu dir sich richt, dein Anblick zu empfangen.
2. Du hast, da ich nicht sorgen konnt, mich vor Gefahr bedecket, und auch vor andern mich gesund nun aus dem Schlaf erwecket.
3. Mein Leben schenkst du mir aufs neu, es sei auch dir verschriehen, mit neuem Ernst, mit neuer Treu dich diesen Tag zu lieben.
4. Dir, IEsu, ich mich ganz befehl; im Geiste dich verklaͤre, dein Werk⸗ hent nur sei meine Seel,
en Leib bewahr und naͤhre.
5. Durchdring mit dei⸗ nem Lebenssaft Herz, Sin⸗ nen und Gedanken, beklei⸗ de mich mit deiner Kraft, in Proben nicht zu wanken.
6. Mein treuer Hirte, sei mir nah, steh immer mir zur Seiten, und wann ich irre, wollst du ja mich wieder zu dir leiten.
7. Druͤck deine Gegen⸗ wart mir ein, bewahr mich eingekehret, daß ich dir innig bleib gemein, in allem ungestoͤret.
8. Sei du alleine meine Lust, mein Schatz, mein Trost und Leben, kein an⸗ ders Theil sei mir bewußt; dir bin ich ganz ergeben.
9. Mein Denken, Re⸗ den und mein Thun nach deinem Willen lenke: zum Gehen, Stehen, Wirken, Ruhn mir stets, was noth ist/ schenke.
10. Zeig mir in jedem Augenblick, wie ich dir soll gefallen; zeuch mich vom Boͤsen stets zuruͤck, regiere mich in allem. 11. Da sei mein Wille gaͤnzlich dir in deine Macht ergeben; laß mich abhaͤng⸗ lich fuͤr und fuͤr und dir gelassen lebe.
12. Laß mich mit Kraft und williglich mir selbst und allem sterben; zer⸗ stor du selber voͤlliglich mein gruͤndliches Verderben.
13. Gieb, daß ich mei⸗ nen Wandel fuͤhr im Geist, in deinem Lichte, und als ein Fremdling lebe hier vor deinem Angesichte.
14. Nimm ein, o reine Liebesglut, mein Alles dir alleine; sei du nur, o ver⸗ gnuͤgend Gut, mein Vor⸗ wurf, den ich meine.
15. Ach halt mich fest mit deiner Hand, daß ich nicht fall noch weiche; zeuch weiter durch der Liebe Band, bis ich mein Ziel erreiche.
Gerhard Terstergen.
Mel. Ihr lieben Chri⸗
sten, freut euch nun, oder:
vom Himmel hoch da komm ich her.
*. Steht auf, 1029. ihr lie⸗ ben Kinderlein; der Mor⸗ enstern mit hellem Schein aͤßt sich frei sehn gleich wie ein Held und leuchtet in die ganze Welt.
2. Sei willkommen, du schoͤner Stern; du bringst uns Christum, unsern
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