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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
839
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vom Glauben. 839 geberden? Ists Wahrheit, Gnaͤden zur verheißnen was die Schrift verspricht, Ruh; doch den geht seine

so muß auch dieses Wahr⸗ heit sein: aus Gnaden ist der Himmel dein.

2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen: die eignen Werke fallen hin. GOtt, der aus Lieb im Fleisch erschienen, bringt uns den seligen Gewinn, daß uns sein Tod das Heil gebracht, und uns aus Gnaden selig macht.

3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden! so oft dich deine Suͤnde plagt, so oft dir will der Satan schaden, so oft dich dein Gewissen nagt; was die Vernunft nicht fassen kann, das biet dir GOtt aus Gnaden an.

4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und uͤbernahm der Suͤnden Last. Was noͤthigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu ruͤhmen hast? Wars nicht, daß er dein Bestes wollt, und dir aus Gnaden hel⸗ fen sollt?

5. Aus Gnaͤden! Die⸗ ser Grund wird bleiben, so lange GOtt wahrhaftig heißt. Was alle Knechte IEsu schreiben, was GOtt in seinem Wort anpreist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Lammes Blut.

6. Aus Gnaden!. Doch, du sichrer Suͤnder, denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu! Wahr ists: GOtt rufet Adams Kinder aus

Gnad nicht an, der noch auf Gnade suͤndgen kann.

7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehoret, tret ab von aller Heuchelei. Denn wenn der Suͤnder sich bekehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Suͤndgen scheint die Gnad gering: dem Glauben ists ein Wunderding.

8. Aus Gnaden bleibt dem bloͤden Herzen das Herz des Vaters aufgethan/ wenns unter den Verzweif⸗ lungs-Schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo naͤhm ich oftmals Staͤrkung her, wenn Gna⸗ de nicht mein Anker waͤr?

9. Aus Gnaden! hier⸗ auf will ich sterben; ich fuͤhle nichts, doch mir ist wohl; ich kenn mein suͤnd⸗ liches Verderben, doch auch den, der mich beilen soll: mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil nich die Gnad schon selig macht.

10. Aus Gnaden! Dies hoͤr Suͤnd und Teufel, ich schwinge meine Glau bensfahn, und geh getrost trotz allem Zweifel durchs rothe Meer nach Kanaan; ich glaub, was JEsu Wort verspricht, ich fuͤhl es oder fuͤhl es nicht. ö

Christian Ludwig Scheit. Mel. Es ist das Beil uns kommen her.

90118

Zuversicht zu Gottes Gnad und Guͤte; der 11 ei⸗