Druckschrift 
Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
838
Einzelbild herunterladen

838⁸

Oom Glauben.

9. Laß dein Auge ja nicht affen nach der schnden itelkeit; bleibe Tag und Nacht in Waffen, fliehe Traͤg⸗ und Sicherheit. 10. Laß dem Fleische nicht den Willen, gieb der Lust den Zuͤgel nicht; willst du die Begierden fuͤllen, so verlischt das Gnadenlicht. 11. Fleisches⸗Freiheit macht die Seele kalt und sicher, frech und stolz, frißt hinweg des Glaubens Oele, laͤßt nichts als ein faules

olz.

12. Wahre Treu fuͤhrt mit der Suͤnde bis ins Grab bestaͤndig Krieg, rich⸗ tet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg.

13. Wahre Treu liebt Christi Wege, sieht beherzt auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollustpstege, haͤlt sich selber nichts zu gut.

14. Wahre Treu hat viel zu weinen, spricht zum Lachen: Du bist toll! weil es, wenn GOtt wird er⸗ scheinen, lauter Heulen werden soll.

15. Wahre Treu kommt dem Getuͤmmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Him⸗ mel: drum ist auch ihr Herz allda.

16. Dies bedenket wohl, ihr Streiter, streitet recht,

und fuͤrchtet euch; geht doch alle Tage weiter, bis ihr kommt ins Himmelreich.

17. Denkt bei jedem Augenblicke, obs vielleicht der letzte sei; bringt die Lampen ins Geschicke, holt stets neues Oel herbei. 168. Liegt nicht alle Welt im Boͤsen? steht nicht So⸗ dom in der Glut? Seele, wer soll dich erloͤsen? Ei⸗ len, eilen ist hier gut.

Eile, wo du dich erretten, und nicht mit verderben willt; mach di los von allen Ketten, fleu als ein gejagtes Wild.

20. Lauf der Welt doch aus den Haͤnden; dring ins stille Zoar ein. Eile, daß du moͤgst vollenden, mache dich von allem rein.

21. Laß dir nichts am Herzen kleben; fleuch vor dem verborgnen Bann. Such in EOtt geheim zu leben, daß dich nichts beflecken kann.

22. Eile, zaͤhle Tag und Stunden, bis dein Braͤut⸗ gam huͤpft und springt, und, wenn du nun uͤberwunden, dich zum Schauen GOt⸗ tes bringt. ö

23. Eile, lauf ihm doch entgegen, sprich: Mein Licht, ich bin bereit, nun mein Huttlein abzulegen; mich duͤrstt nach der Ewig⸗ keit. Jobann Joseph Winckler.

X. Vom

In eigener Melodie.

990. Afu

Glauben.

werden! Herz, glaubst dus, oder glaubst dus nicht? Was willst du dich so blöd ge⸗

Wahen uen uut u Hiit: N. Hinme 2. N üt kii I Alen Bal Gtt/ Ml Fasch eft Uns deh e 0 el gobcht/ Ouden sch 3. Mi 6 ditb Vot. 0 f, blagt/ Satanshd dein Gelhf die Dernun Rnh, dus aus Ghade 4. M san Sohn a Ihanahm . M Ren Fteutd Sid/ Weh rähmen his er dein u al sth sol⸗ . Nis 6 Geund ngee Hht. M Vsusche il seinem Wotguf al uh is G Ammes Y 3. Mus( schtet Riht. Wol auch W uft Pn