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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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vermischte geistliche Lieder.

chen vor dem juͤngsten

Tag. ů

9. Wo bleibt die bruͤ⸗ derliche Lieb? Die ganze Welt ist voller Dieb; kein Treu noch Glaub ist in der Welt; ein jeder spricht: Haͤtt ich nur Geld! Das ist ein Zeichen vor dem iuͤngsten Tag.

10. Die Welt will ihr nicht lassen wehrn, an GOtts Wort will sich niemand kehrn; sie haben nichts gelernet mehr, denn

mer fressen, saufen sehr. Das ist ein Zeichen Hor dem juͤngsten Tag.

11. Ihr groͤßte Kunst ist banketirn und in der Buͤberei studirn; das kann sie aus der Maßen wohl; die Welt ist aller Schalk⸗ heit voll. Das ist ein Zei⸗ chen vor dem juͤngsten Tag.

12. Die liebe Sonne kann nicht mehr zusehn und sich entsetzet ehr; dar⸗ um verliert sie ihren Schein; das mag ein große Truͤbsal sein. Das ist ein Zeichen vor dem juͤngsten

13. Der Mond und Sterne aͤngsten sich, und ihr Gestalt sieht jaͤmmer⸗ lich; wie gern sie wollten werden frei von solcher großen Buͤberei. Das ist ein Zeichen vor dem suͤng sten Tag.

14. Darum komm, lie⸗ ber HErre Christ. Das Erdreich uͤberdruͤßig ist zu tragen solche Hoͤllenbraͤnd; drum machs einmal mit

ihr ein End, und laß uns dein bitter Leiden, weil du 7

sehn den lieben juͤngsten Tag. Erasmus Alberus.

In eigener Alelodie.

919 o weiß ein

Blumlein huͤbsch und fein, das thut mir wohlgefallen; es liebt mir in dem Herzen mein das Bluͤmelein vor andern Bluͤmlein allen.

2. Das Bluͤmlein das goͤttlich Wort, das GOtt uns hat gegeben: es leucht uns durch die enge Pfort, ja hier und dort, wohl in das ewge Leben.

3. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahr⸗ heit und das Leben; wer Reu fuͤr seine Suͤnde hat, und bitt um Gnad, sind sie im Glaubn ver⸗ geben.

4. Er spricht selber: Kommt her zu mir all, die ihr seid beladen; ich will nach eures Herzn Begier, das glaubet mir, heilen all euren Schaden.

5. Nehmt hin und eßt, das ist mein Leib, den ich euch jetzt thu schenken; ich vrschreib euch all mein Gut dabei, das glaubet frei, daß ihr mein sollt gedenken.

6. Nehmt hin, trinkt all, das ist mein Blut, das ich fuͤr euch vergossen, welchs gnug fuͤr eure Suͤn de thut, so oft ihrs thut, wie ichs euch hab gelassen.

7. Wir bitten dich, HErr IEsu Christ, wohl durch

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