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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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vermischte geistliche Lieder.

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seinm Knecht; Isaak bei vierzig Jahren nahm so Rebekkam recht; Jakob sah auf der Leitern die

Boten Gottes klettern

auf und ab alle voll.

5. Elias war entschlafen, ein Engel weckt ihn auf; Elisa kriegt zu schaffen, viel Engel warten drauf; er⸗ schienen auch den Hirten, und brüt Freude lehrten, da Christ geboren war.

6. Bei dieses Kindes Wiegen der Joseph schla⸗ fend lag; ein Feind wollt ihn bekriegen, ein Engel es ihm sagt; zog mit in ferne Lande. Das soll in seinem Stande glaͤu⸗ ben ein jeder Christ.

7. Auch Lazarus, der Arme, wenns gleich zum Sterben koͤmmt, GᷣOtt, der sich sein erbarme, hat schon Engel bestimmt, die ihn gen Himmel bringen. Dem laßt uns alle singen ewiges Lob und Preis.

Ludwig Helmbold.

In eigener Alelodie. 60;Ott hat das 91 8. G Evangelium onmn. daß wir werden romm. Die Welt acht solchen Schatz nicht hoch, der mehrer Theil fragt nichts darnach. Das ist ein Zeichen vor dem juͤng⸗ sten Tag. ö

2. Man fragt nichts nach der guten Lehr; der Geiz und Wucher nun viel⸗ mehr hat uͤberhand genom⸗ men gar; noch sprechen sie: Es hat kein Fahr.

Das ist ein Zeichen vor dem juͤngsten Tag.

3. Taglich erdenkt man neue Netz, das sind der Gottlosen Gesetz, damit sie alles Gut zu sich gern wollten reißen gwaltig⸗ lich. Das ist ein Zeichen vor dem juͤngsten Tag.

4. Man ruͤhmt das Evangelium, und will doch niemand werden fromm. leben G man spott den ieben GOtt. Noch spre⸗ chen sie: Es hat kein Noth.

Das ist ein Zeichen voxh

.

dem juͤngsten Tag. 5. Es ist doch eitel Buͤbe⸗

Schinderei, als ob kein GOtt im Himmel waͤr; die Armuth muß sich lei⸗ den sehr. Das ist ein Zei⸗ chen vor dem zuͤngsten Tag.

6. Die Schaͤtz der Kir⸗ chen nimmt man hin; das wird uns bringen klein Gewinn; die Armen laͤßt man leiden Noth, und nimmt ihn aus dem Mund das Brod. Das ist ein Zei⸗ chen vor dem juͤngsten Tag.

7. Die Schaͤtz der Kir⸗ chen sind ihr Gift; sie Rt von ihnen nicht gestift. Noch nehmen sie das Kir⸗ chengut; sieh, was der leidge Geiz nicht thut. Das ist ein Zeichen vor dem juͤngsten Tag.

8. Man fragt nach GOtt dem HErrn nicht mehr, die Welt stinkt ganz nach eitel Ehr, die Hoffahrt nimmt gar uͤberhand, Be⸗ truͤgen, Luͤgen ist kein Schand. Das ist ein Zei⸗

chen

*

rei; die Welt treibt große

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