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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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vermischte geistliche Lieder.

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fuͤr uns gestorben bist, HErr IEsu Christ, du wollst nicht von uns schei⸗ den.

8. Nimm uns fuͤr deine Kinder an, daß wir dich alle loben. Dein Wort bekenn ein jedermann, auf rechter Bahn, durch JE- sum Christum, Amen.

Mel. Uun laßt uns den Leib begraben. AIhr lieben 920. Christen, freut euch nun, bald wird erscheinen GOttes Sohn, der unser Bruder worden ist, das ist der lieb HErr IEsus Christ. ö

2. Der juͤngste Tag ist nun nicht fern; komm, IEsu Christe, lieber HErr; kein Tag vergeht, wir war⸗ ten dein, und wollten gern bald bei dir sein.

3. Verrathen ist der Widerchrist, sein Heuche⸗ lei und arge List sind offen⸗ bar und gar am Tag, deß fuͤhrt er taͤglich geoße Klag.

4. Du treuer Heiland, IEsu Christ, dieweil die Zeit erfüllet ist, die uns verkuͤndet Daniel, so komm, lieber Immanuel.

5. Sanct Simeon wart auch auf dich, und deiner Zukunft freut er sich; er ward auch seiner Bitt ge⸗ waͤhrt, da er sah, was sein Herz begehrt.

6. Er sprach: Nun will ich sterben gern, weil ich gesehn hab meinen HErrn:

och soll es nicht gestorben

sein, sondern im Frieden fahr ich fein.

7. So warten wir nun auch der Stund, und bit⸗ ten dich von Herzengrund, du wollest nicht ausblei⸗ ben lang, und straf ein⸗ mal die alte Schlang.

8. Der alle Welt ermor⸗ det hat, und kann nicht Luͤgens werden satt, den nimm sammt seiner Laͤ⸗ sterschul, und wirf sie in den feurgen Pfuhl.

9. Dein lieben Kinder warten all, wenn doch ein⸗⸗ mal die Welt zerfall, und wenn des Teufels Reich vergeh, und er in ewgen Schanden steh.

10. Er ists, der deinen Namen schaͤndt, und der die armen Leut verblendt; der boͤse Geist sucht sei⸗ nen Ruhm, und hindert, daß dein Reich nicht komm.

11. Was du befiehlst, das laͤstert er, und tobt dawi⸗ der greulich sehr; was uns beschert dein milde Hand, das naͤhm uns gern der Hbllenbrand.

12. Der Satan laͤßt nicht ab zu wehrn, daß sich so wenig Leut bekehrn: er wendt die Leut von dei⸗ nem Wort und richtet an Haß, Neid und Mord.

13. Der Teufel braͤcht uns gern zu Fall, und wollt uns gern verschlin⸗ gen all; er tracht nach Leib, Seel, Gut und Ehr; HErr Christ, dem rothen Drachen wehr.

14. Die Welt kann nun nicht laͤnger stehn, ist

schwach