Druckschrift 
Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
785
Einzelbild herunterladen

kt.

Ott heseht ed wid set ht: Eommeij 1. Welh de chrei, St⸗ Heuchelei rel glleeit dSeligket. rg Abinus,

edet.

higlich de⸗ unser Her u keichlich

Rn wir dir Klaͤdung, il, füt Ge⸗ und Gut; auch de u Wasst, HAns di sind, nicht heschwind, ostuss las⸗ uSürdenn abet dette n eu, Ahte⸗ und Sinn, NAubeginn gen hin.

sacht; vel⸗ saumt det Heabe, 0

Alelodit HH 00 l

Rich

vermischte geistliche Lieder. 785

men durch Christum, dei⸗ nen Sohn, uͤber Reich und uͤbr Armen, hilf, daß wir Buße thun, und sich ein jedr erkennen thut. Ich

fuͤrcht, GOtt hat gebundn

eine Ruth, er will uns damit strafen, den Hirten mit den Schafen, es wird ihm keinr entlaufen.

2. GOtt hat uns lang gerufen durch seine treuen Knecht; unsre Ohrn sind abr nicht offen, darum ge⸗ schieht uns recht; sein Straf habn wir jetzt in dem Land, ich fuͤrcht, ihr sind mehr vor der Hand; GOtt woll sie von uns wenden, und seine Gnad uns senden, es steht in sei⸗ nen Haͤnden.

3. Es gschehn groß Wun⸗ derzeichen, noch schlagn wirs alls in Wind, die uns sollten erweichen, so gar sind wir verblendt, daß wir erkenn'n die Wahrheit nicht, wie uns jetzt GOttes Wort bericht, daß wir uns daran kehrten, und seiner Gnad begehrten, nicht so dawi der sperrten.

4. Aerger ists nie gewe⸗ sen von Anbeginn der Welt; ein jeder mags wohl lesen, was Christus hat gemeldt: Kein Lieb noch Glaub auf Erden ist, ein jeder braucht sein Tuͤck und List; der Reich den Armen zwinget, und ihm sein Schweiß ab⸗ dringet, daß nur sein Gro⸗ schen klinget.

5. Wer kanns alles er⸗ messen, was treibt die Welt mit Macht, mit ihrem

Saufn und Fressen, Hoch⸗ muth und großen Prachte Gott wirds die Laͤnge lei⸗ den nicht, schau, daß dich nicht erhasch sein Gricht, sonst bist ewig verloren, dem Teufel auserkoren, waͤr besser nie geboren.

6. GoOtt eilt gewiß zum Ende, das zeigt all Krea⸗ tur; er wird kommen be⸗ hende, des han wir schoͤn Figur. Das glaubet der Gottlose nicht, der wohl in seinem Herzen spricht: Es kann noch lang Zeit waͤhren, wir wollen schlem⸗ men und zehren. Der Teu⸗ fel thut sies lehren.

7. Die Welt laͤßt nun nicht abe, das wild viel⸗ koͤpfig Thier, man werf sie denn ins Grabe; es wird geschehen schier. Der Teu⸗ fel hats dahin gebracht, daß man GOtt und sein Wort veracht, fragt nicht nach seinm Gebote, treibet daraus nur Spotte, sagt wohl: es sei kein GOtte.

8. Die Axt ist schon ge⸗ leget dem Baum an seine Wurz, als uns Johannes zeiget, ins Feuer muß er kurz. Wohl dem, der es zu Herzen nimmt, und wacht, wann sein Erloͤser koͤmmt, liebt allezeit das Gute; der wird sein wohl behute, ja vor der Hoͤllen Glute.

9. Christus sein Prophe⸗ zeie ist nun erfuͤllet gar; ein jeder merk dabeie, und nehm sein eben wahr, daß er sein Leben anders schick und Christum in sein Herz

ver⸗