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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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vom ewigen Leben

ches Laub das Erdreich traͤgt, und Voͤgel sich ver⸗ mehren. Sie bleibet ewig unverletzt, kein End und Ziel wird ihr gesetzt.

6. Nun aber, wenn du immerdar viel hundert tausend tausend Jahr in solcher Lust gestanden, und sammt den Engeln sol⸗ cher Frist mit Freud und Wonn ergoͤtzet bist, ist doch kein Schluß vorhan⸗ den; die Zeit, die niemand zaͤhlen kann, die faͤnget stets von neuem an.

7. Sucht einer gleich hier in der Welt Ergoͤzung in seinm Gut und Geld/ es ist vergaͤnglich Wesen. Kein Freud ist es, nur lauter Muͤh, und stete Sor⸗ gen macht es fruͤh, ia das, was er erlesen, bringt ihm auf jeden Glockenschlag Angst, Kummer, herbes Ungemach. ö

S. Ach was ist das? Es wird der Schein der ewgen Lust nicht irdisch sein, und mit der Zeit sich enden; es wird sich der Erwaͤhl⸗ ten Schaar in Lieb und Friede immerdar mit gro⸗ ßem Jauchzen wenden; und diese unzerstͤrte Freud soll waͤhren bis in Ewigkeit.

9. Ach GOtt, barm⸗ herzig und gerecht, wie lohnest du dem frommen Knecht mit triumphirnder Wonne! Auf kurzes Lei⸗ den dieser Welt hast du so lange Freud bestellt; komm nur, o Gnaden⸗ des, Nun merk auf

ies, o Menschenkind, sei

fromm,/ es kommt der Tod geschwind.

10. Die irdsche Lust ist voller Tuͤck, und kann doch kaum ein Augenblick, und laͤnger nicht ergoͤtzen; flieh solche Lust nur allezeit, hier kann man ja in Ewig⸗ keit die Seel in Freuden setzen. Ein schoͤner Tausch recht wohl gewagt, der uns in Ewigkeit behagt.

11. So lang ein GOt: im Himmel lebt, und uͤber alle Wolken schwebt, wird solches Jauchzen waͤhren. Kein scharfe Kaͤlt, noch blasse Hitz, kein Angst, kein Feuer oder Blitz wird diese Ruh verheeren; sie bleibet unverruͤckt allein, so lange GOtt ein GOtt wird sein.

12. Die Freude bleibet immerdar, als anfangs sie beschaffen war, sie kann sich nicht vermindern; da ist kein Arbeit, sondern Ruh, und nimmt an Froͤhlichkeit stets zu bei jenen frommen Kindern: so folget auf die Thraͤnensaat die Freuden⸗ ernte in der That.

13. Wach auf, betruͤb⸗ ter Mensch, vom Schlaf, ermuntre dich, verlaßnes Schaf, denk aaf das Freu⸗ denleben; wach auf, es kommt die schoͤne Zeit, es kommt die frohe Ewigkeit, die JIEsus dir wird geben; wer weiß, ob er nicht kom⸗ men mag? Komm heut, erwuͤnschter Freudentag. 14. Die Lust ist Last in dieser Welt, die nur den Ueppigen gefaͤllt, der From⸗

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