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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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II. V

vom Glauben.

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II. Vom

In eigener Melodie.

ein IEsu, 281. M dem die Seraphinen im Glanz der hoͤchsten Maiestaͤt selbst mit bedecktem Antlitz dienen, wenn dein Befehl an sie ergeht: wie sollten bloͤde Fleischesaugen, die nur verhaßte Suͤnden-Nacht mit ihrem Schatten truͤb gemacht, dein helles Licht zu schauen taugen?

2. Doch goͤnne meinen Glaubensblicken den Ein⸗ gang in dein Heiligthum, und laß mich deine Gnad erblicken zu meinem Heil und deinem Ruhm. Reich deinen Zeyter meiner Seele, die sich wie Esther vor dir neigt, und dir als deine Braut sich zeigt; sprich: Ja, du bists, die ich er⸗ waͤhle.

3. Sei gnaͤdig, IEsu voller Guͤte, dem Herzen, das nach Gnade lechzt; hoͤr, wie die Zung in dem Gemuͤthe: GOtt, sei mir Armen gnaͤdig! aͤchzt. Ich weiß, du kannst mich nicht verstoßen; wie koͤnntest du ungnaͤdig sein dem, den dein Blut von Schuld und Pein erloͤst, da es so reich geflossen. ö ö 4. Ich fall in deine Gnadenhaͤnde, und bitte mit dem Glaubenskuß: Gerechter Koͤnig, wende, wende die Gnade der Herzensbuß! Ich bin ge⸗

Glauben.

recht durch deine Wun⸗ den, es ist nichts Straͤf⸗ lichs mehr an mir; bin aber 40 versoͤhnt mit dir, so bleib ich auch mit dir verbunden.

5. Ach laß mich deine Weisheit leiten, und nimm ihr Licht nicht von mir weg; stell deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dir beliebtem Steg bestaͤndig bis ans Ende wandle, damit ich auch zu jeder Zeit in Lieb und Herzens⸗Freudigkeit nach deinem Wort und Willen handle.

6. Reich mir die Waf⸗ fen aus der Hoͤhe, und staͤrke mich durch deine Miacht, daß ich im Glau⸗ ben sieg und stehe, wenn Staͤrk und List der Fein⸗ de wacht; so wird dein Gnadenreich auf Erden, das uns zu deiner Ehre fuͤhrt, und endlich gar mit Kronen ziert, auch in mir ausgebreitet werden. 7. Ja, ja, mein Herz will dich umfassen erwahl es HErr, zu deinem Thron. Hast du aus Lieb ehmals verlassen des Himmels Pracht und deine Kron: so wuͤrdig auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Himmel sein, bis du, wenn dieser Bau faͤllt ein, mich wirst in deinen Himmel heben.

8. Ich steig hinauf 3u dir im Glauben, steig 0

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