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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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die rechten Buße⸗Schmer⸗ zen/ machst du/ daß i ich mich von Herzen uͤber di erbarmen muß.

5. Aber du mußt in dich ehen, und dein Suͤnden⸗ erz besehen, wie bisher es

seinen Spott hat mit mei⸗ ner Gunst getrieben; wie dein uͤppigs Lasterlieben mich betruͤbet, deinen GOtt.

6. Deine mir verhaßten

Suͤnden, die sich haͤufig bei dir finden, haben dich und mich getrennt; deiner Bos⸗ heit schwer Gewichte macht, daß ich mein Angesichte habe von dir abgewendt.

7. Denk nicht etwa⸗

daß mein Ohren ihre renskraft verloren, o er daß mein Hand verkuͤrzt/ daß sie dir nicht helfen koͤnne; schau, mit deinem Lastersinne hast du seiber dich gestuͤrzt.

8. Aber gieb dich nur

zufrieden, du bist nicht

von mir geschieden; kehr

nur wieder um zu mir, so will ich zu dir mich wen⸗ den, alle dein Betruͤbniß enden, und dich lieben fuͤr und fuͤr.

9. Such mich nur, weil ich zu finden, klag mir deine schweren Suͤnden, ruf mich, weil ich nah bin/ an; weiche von dem Suͤn⸗ denwege, tritt vom brei⸗ ten Lasterstege, und erkenn, was du gethan.

10. So will ich mich dein erbarmen, und dich wiederum umarmen, als waͤr es noch nie geschehn.

Ich will allen deinen

Schaden aus Barmherzig⸗ keit und Gnaden als ein 1 uͤbersehn.

Wenn auch deine Loßen Fehler waͤren wie die Purpurmaͤler und wie rosinfarbnes Blut, sollen sie doch weißer werden als der frische Schnee auf Er⸗ den, oder wie das Wol⸗ lengut.

12. Huͤgel, Berge, star⸗ ke Wallen sollen weichen und zerfallen; aber die Barmherzigkeit, die ich dir, mein Kind, will rei⸗ chen, soll in Ewigkeit nicht weichen, sondern waͤhren allezeit.

13. Schau, wie dich der Hoͤchste liebet, und was er fuͤr Trost dir giebet: Ephraim, denk ja daran; nimm es dankbarlich zu Herzen, wirf von dir den Herzensschmerzen, und bereu, was du gethan.

Georg Neumark.

Mel. Aus tieser Noth schrei ich zu dir. 0 Das Elend 2 3 22 Dweiht du, GOtt, ann. das mir ist angeerbet, und wie mir alle Kraͤfte sein durch Adams Fall verderbet; denn mein Verstand ver⸗ finstert ist, ich kann dich gar nicht wie du bist, noch deinen Rath erkennen.

2. Mein Wille ist so sehr verkehrt in meinem Thun und Lassen, daß er am mei⸗ sten das begehrt, was du befiehlst zu hassen; hinge⸗ gen, Vater, was du 2*