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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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Iun ich un d. Herrz, Sran Vaam komna fauch ii ie meinet 5 Ke sein, dus sehen?69 ch aus daht Kreuzessum Ind ich habnt Schuld d Derdorben. soll ich u Deid und großn Agen? Wem sl taurigkeit un Hen sagen?J mein G Todund geih hab mir selbi Pit tlifft, das gesen? wge Guͤt, t, zu dit war Veder; dir fl xhetzens Rah ich mich ni f ich zu, N n um Alh Inden; du h helfen kalh om Tod alh

mir leid, wu und was i t: e5 u 4 allf der Bahh hab gaual 1 daß ich 0 Ticht von t, und

von wahrer Busze.

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die Kreatur mein Licht so suͤndig angelaͤndet. 13. Es ist mir leid, ich bin nicht werth, dein Ant⸗ litz zu erblicken; ich bin nicht werth, daß mich die Erd und ihre Fruͤcht er⸗ guicken; jedoch vergieb, schrei ich zu dir, vergieb, o große Guͤte, vergieb,/ ver⸗ gieb, vergieb es mir, o gnaͤdiges Gemuͤthe!

14. Du bist ia huldreich, gut und mild, barmherzig und gelinde; du wirst ja deiner Gottheit Bild nicht lassen in der Suͤnde. Wer wird dich loben in dem Pfuhl? wer in dem Ab⸗ grund preisen? wer Opfer bringen deinem Stuhl, und eingen Dienst erweisen?

15. So du willst ins Ge⸗ richte gehn, und nach den Thaten sprechen, wer ist, der vor dir wird bestehn, und sich dem Zorn ent⸗ brechen? Die Himmel sind vor dir nicht rein und deine Heilgen alle, wie sollts der Mensch, der Suͤnder, sein, der so ge⸗ neigt zum Falle.

16. Schau an, schau deinen eingen Sohn, der meine Schwachheit traͤget/ der meine Pein und Suͤn⸗ denlenn ihm selbst hat auf⸗ erleget; schau, wie er an des Kreuzes Stamm fuͤr mich ist angeschlagen, und als ein treuer Braͤutigam so liebreich sich laͤßt plagen.

17. Was willst du mehr? die Suͤnd ist hin, die Schulden sind bezahlet: veraͤndert ist mein Herz

und Sinn, sein Blut hat mich bemalet. Ich bin nun Freund, ich bin nun Kind, ich bin nun nen Relne ae es sauset nun eins Geistes Wind in meines Herzens Ohren. 18. Hinfuͤro werd ich nimmermehr aus deinen Wegen schreiten; ich werde deines Namens Ehr durch alle Welt ausbreiten; ich will dich lieben uͤber mich, ich will mein Leib und Leben zu deinem Lobe williglich, so oft du willst, aufgeben.

Johann Angelns.

Mel. Zion hlagt mil

Angst und Schmerzen.

0 Hich wie will 246. A es endlich werden? ach wie will es laufen ab, daß ich stets hang an der Erden, und so wenig Andacht hab? Ja, daß ich im harien Sinn ohne Buß geh im⸗ merhin? JEsu, mir mein Herze ruͤhre, mich zu wahrer Buße fuͤhre.

2. Ach ich fuͤhle keine Reue, und mein Suͤnden⸗ herz ist kalt. Ich erkenne ohne Scheue meine Fehler mannigfalt, und doch son⸗ der Traurigkeit lebe ich in Sicherheit. JIEsu, mich doch so regiere, daß ich wuͤhre Buße spuͤre.

3. Ach ich kann an GOtt nicht denken, wie ich sollt und gerne wollt, denn mein Geist, der laͤßt sich lenken dahin, wo ich flie⸗ hen sollt, und klebt dem zu feste an, was ven 210

vrin