Druckschrift 
Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
198
Einzelbild herunterladen

pjßꝛ

198

von wahrer Busze.

wie ich gesollt, von Her⸗ zensgrund geliebet/ und ihm zum Lob, wie er gewollt, mich nicht sehr streng 294.80 4. Ich hab dem HErrn der Herrlichkeit sehr lau und kalt gedienet, und ihm durch meine ganze Zeit mit schlechter Treu gegruͤnet; ich hab nicht Acht auf ihn gehabt, nicht wie ein Knecht geehret, noch auch, mit dem er mich begabt, sein 6 Pfund vermehret. Ich hab, wie ein ver⸗ 555 Kind, den Vater, ach! verlassen, und bin ge⸗ rennet, wild und blind, auf meiner Bosheit Gassen; ich habe meine Pflicht und Schuld ihm leider nicht erzeiget, noch vor der vaͤ⸗e terlichen Huld mich nach geneiget. Ich habe minem be⸗ Len Freund die Freund⸗ schaft aufgesaget, und ihn, wie treu ers auch gemeint, von mir hinweg gejaget; ich habe mich zum Feind gewendt, und bin sein Sklave worden, zum Feind, der mich doch hat behend auf ewig wolln ermorden. 7, Ich habe mieinen Braͤutigam, der mich ihm n. meins Herzens Schatz, das GOtteslamm, elendiglich verloren; ich hab des Schoͤnsten Ange⸗ sicht, des Liebsten Kuß ver⸗ scherzet; ich habe meines Lebens Licht mit tausend Weh geschmerzet. 8. O tausend Weh, of todte Lust, wie hast du mich

vernichtet! O Eitelkeit, v Suͤndenwust t, wie bin 20 Suntete, Du, du, Suͤnd, o Seelentod, baft mich mir selbst genommen; durch dich bin ich um Va⸗ ter, GOtt, HErrn, Freund 420 Lch al⸗ kommen. 9. Ach ist auch glech eine Pein die meiner gleich zu schaͤtzen? Kann anch ein einzigs Uebel sein, das ne⸗ ben meins zu setzen? GOtt ist fuͤr mich aus bloßer Huld am Kreuzesstamm gestorben: und ich hab doch aus eigner Schuld do wiederum verdorben.

10. Wem soll ich nun mein Herzeleid und großen Jammer klagen? Wem soll ich meine Traurigkeit und

ewgenSchaden sagen? Ich, ich bin selbst. mein See⸗ lengift, mein Tod und Feind gewesen; ich hab mir selbst/ was mich jetzt trifft, das Uebel auserlesen?

11. O ewge Guͤt, o großer GOtt, zu dir wend ich mich wieder; dir klag ich meines Herzens Noth/ vor dir werf ich mich nie⸗ der; dir ruf ich zu, dich schrei ich an um Ablaß meiner Suͤnden; du bist allein, der helfen kann, und mich vom Tod ent⸗ binden.

12. Es ist mir leid, was ich gethan, und was ich Enah, dasch es reut mich, daß ich auf der Bahn der Suͤnder hab gewan⸗ delt. Ach daß ich doch

o mein Angesicht von dir je gbgewendet, und auf

die

V

0 W Ach, H. Möhe*

4

W. IId u ssH I H R C u In De HCohech h N Mach e e M sch i Hechen?& sud Hr Iud ähieh H sole Suhy/ s. Ritt um , Sc un nn he Scwe e MR elle 0 Rha sn Rlhes 8 iahechl Wtkeler Iatach sch . Jun ²e Ed Sculhn Ruhen