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von wahrer Busze.
ich dir fuͤr einen Lohn? Ich laufe nach dem Boͤsen; die Suͤnden, die du hast ver⸗ bannt, in die bin ich so sehr entbrannt, daß ich dein gar vergesse.
7. Ja, großer GOtt, es saget mir der Zeuge, mein Gewissen: ich geb dir nichts, ich raube dir die Seel, die du gerissen mit solcher Muͤh aus ih⸗ rer Noth; ich stuͤrz sie willig in den Tod, ver⸗ rath sie deinen Feinden.
8. Die Gaben, die von deiner Hand sie dankbar⸗ lich sollt nehmen, die sinds, die sie von dir gewandt, und ihren Glauben laͤh⸗ men, sie an die Erd so heften an, daß sie sich nicht mehr schwingen kann zum Ursprung ihres Wesens.
9. Weil denn mein Geist so irdisch ist, so hab ich leicht enpfunden, daß mich mein Fleisch und Satans List an diese Welt gebun⸗ den. Loͤs du mich, GOtt, der du mich hast vormals erloͤst von Suͤndenlaͤst, und meiner dich erbarme.
10. Den guten Geist, den ich nunmehr so lang nicht hab gefuͤhlet, den laß mir kommen wieder her, und steur dem, der da zie⸗ let auf mich mit tödtlichem Geschoß, damit kein Zwei— elmuth nicht stoß die Seel in das Verderben.
11. Es soll der schwere Suͤndenwust mich nicht
kleinmuͤthig machen. Des Suͤnders Reu ist deine Lust, der Engel Freud und
Lachen. Dein guter Geist geb fuͤr und fuͤr ein Zeug⸗ niß meinem Geist in mir, daß ich sei GOttes Erbe. Anton Ulrich v. Braunschweig. In Sch nn
hich GOtt und 240. A HErr, wie groß und schwer sind mein begangne Suͤnden; da ist niemand, der helfen kann, in dieser Welt zu finden.
2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit, bis an der Welt ihr Ende, und wollt los sein des Kreuzes mein, wuͤrd ich doch solchs nich: wenden.
3. Zu dir fieh ich, ver⸗ stoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet; ach GOtt, zuͤrn nicht, geh nicht ins Gricht, dein Sohn hat mich versuͤhnet.
4. Solls ia so sein, daß Straf und Pein auf Suͤnde folgen muͤssen: so fahr hier fort, und schone dort, und laß mich hier wohl buͤßen.
5. Gieb, HErr, Geduld, vergieb die Schuld, ver⸗ leih ein ghorsam Herze; laß mich nur nicht, wies wohl geschicht, mein Heil murrend verscherzen.
6. Handle mit mir⸗ wies duͤnket dir, durch dein Gnad wills ichs leiden; laß mich nur nicht dort ewiglich von dir sein ab⸗ gescheiden.
7. Gleich wie sich fein ein VBoͤgelein im hohlen Baum verstecket, wenns truͤb hergeht, die Luft un⸗ stet Menschen und Vieh
erschrecket: 8. Al;
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—— V. W RaffL
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