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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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Zahl.

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vom heiligen àbendmahl.

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schhnen Worten; Komm, mein Liebster, laß dich küs⸗ sen, laß mich deiner nicht mehr missen. ö

3. Zwar in Kaufung theurer Wagren pflegt man sonst kein Geld zu sparen; aber du willst fuͤr die Ga⸗ ben deiner Huld kein Geld nicht haben, weil in allen Bergwerksgruͤnden kein solch Kleinod ist zu finden, das die blutgefuͤllten Scha⸗ len und dies Manna kann bezahlen.

4. Ach wie hungert mein Gemuͤthe, Menschen⸗ freund, nach deiner Guͤte! Ach wie yfleg ich oft mit Thraͤnen mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach wie pfleget mich 0 duͤrsten nach dem Trank des Lebensfuͤr⸗ sten! wuͤnsche stets, da mein Gebeine sich durch GOtt mit GOtt vereine.

5. Beides, Lachen und auch Zittern laͤsset sich in mir jetzt wittern. Das Ge⸗ heimniß dieser Speise und die unerforschte Weise ma⸗ chen, daß ich fruͤh vermerke, HErr, die Größe deiner Staͤrke. Ist auch wohl ein Mensch finden, der dein Allmacht sollt ergruͤnden?

6. Nein, Vernunft die muß hier weichen, kann dies Wunder nicht errei⸗ chen, daß dies Brod nie wird verzehret, ob es gleich viel Tausend naͤhret, und daß mit dem Saft der Re⸗ ben uns wird Christi Blut gegeben. O der großen Heimlichkeiten, die nur GOttes Geist kann deuten

. IEsu, meine Lebens⸗ sonne, IEsu, meine Freud und Wonne, IEsu, du mein ganz Beginnen, Le⸗ bensquell und Licht der Sinnen: hier fall ich zu deinen Fuͤßen, laß mich wuͤrdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise.

8. HErr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel abgetrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod fuͤr uns gege⸗ ben, und dazu ganz unver⸗ drossen, HErr, dein Blut fuͤr uns vergossen, das uns jetzt kann kraͤftig traͤnken, deiner Liebe zu gedenken.

9. IEsu, wahres Brod des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens, oder mir vielleicht zum Scha⸗ den, sei zu deinem Tisch geladen; laß mich durch dies Seelenessen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mac dein Gast im Himme werden. Johann Franck.

In eigener WMelodie. 236 Süßes See⸗ len⸗Abend⸗ mahl, Himmelskost im Jammerthal, Manna aller Luͤste; o wie wuͤrde nicht die Welt alls verachten, was sie haͤlt, wenn sies weislich wuͤßte. 2. Aller Speisen Lust verschwindt, wenn man dich im Herzen findt: du allein bist suße; dir gleicht nicht, was Wald und Gruft, was Feld/ Meer giebt, 982 ie