184 vom heiligen Abendmahl.
sches mattes Herz nach frischem Wasser schreiet, so schreiet auch mein See⸗ lenschmerz: Ach laß mich sein befreiet von meiner schweren Suͤndenyein, und schenke mir die Trostflut ein, dann bin ich benedeiet.
6. Vor allem aber wirk in mir ein ungefaͤrbte Reue, daß wie vor einem wilden Thier ich mich vor Suͤn⸗ den scheue; wirf mir den Rock des Glaubens an, der dein Verdienst ergrei⸗ fen kann, damit mein Herz sich freue.
7. Entzuͤnd in mir der Andacht Brunst, daß ich die Welt verlasse, und deine Treu und Brudergunst in dieser Speise fasse; daß durch dein Lieben Lieb in mir zu meinem Naͤchsten wachs herfuͤr, und ich fort niemand haße.
8. Ach führe mich nur selbst von mir; bei mir ist nichts denn Sterben: nimm aber mich, o HErr, zu dir, bei dir ist kein Verderben. In mir ist lauter Hoͤllen⸗ pein, in dir ist nichts als Seligsein mit allen Him⸗ melserben.
9. Erneure mich, o Le⸗ bensstab, mit deines Gei⸗
stes Gaben; laß mich der
Suͤnde danken ab, die mich sonst pflegt zu laben; regiere meinen lassen Sinn/ daß er die Luͤste werfe hin, die er sonst pflegt zu haben.
10. So komm nun, o mein Seelenschatz und laß dich freundlich kuͤssen; mein Herze giebt dir Raum und
Platz, und will von keinem wissen, als nur von dir, mein Braͤutigam, dieweil du mich am Kreuzesstamm aus Noth und Tod gerissen.
11. O liebster Heiland, großen Dank fuͤr deine Suͤßigkeiten! Ich hin vor laͤuter Liebe krank; drum wart ich auf die Zeiten, in welchen du, o Lebens⸗ fuͤrst, mich sammt den Aus⸗ erwaͤhlten wirst zur Him⸗ melstafel, leiten. ZJus. Steber.
In eigener Klelodie. 5509 Iesus Chri⸗ 2 29. J stus, unser Heiland, der von uns den GOtteszorn wandt: durch das bitter Leiden sein half er uns aus der Hoͤllen Pein.
2. Daß wir nimmer deß vergessen, gab er uns sein Leib zu essen, verborgen im Brod so klein, und zu trinken sein Blut im Wein.
3. Wer sich will zu dem Tisch machen, der hab wohl Acht auf sein Sachen: wer unwuͤrdig hinzu geht, fuͤr das Leben den Tod empfaͤht.
4. Du sollst GOtt den Vater preisen, daß er dich so wohl wollt speisen, und fuͤr deine Missethat in den Tod sein Sohn geben hat.
5. Du sollst glauben und nicht wanken, daß ein Speise sei der Kranken, den ihr Herz von Suͤn⸗ den schwer, und vor Angst ist betruͤbet sehr.
6. Solch groß Gnad und Barmherzigkeit sucht ein Herz in f0 Arbeit. Ist dir wohl, so bleib davon,
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