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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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11. Oe

vom Worte Gottes.

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11. Die Gebot all uns geben sind, daß du dein Sünd, o Menschenkind, erkennen sollst, und lernen wohl, wie man vor GOtt leben soll. Kyrieleis.

12. Das helf uns der HErr IEsus Christ, der unser Mittler worden ist! Es ist mit unserm Thun verlorn, verdienen doch eitel Zorn. Kyrieleis

Dr. Martin Luther.

In eigener Archendan

WHurch Adams 194. DIG ganz verderbt menschlich

atur und Wesen; dasselb Gift ist auf uns geerbt, daß wir nicht konnten der r ohn GOttes Trost, er uns erloͤst hat von dem großen Schaden, darein die Schlang Evam be⸗ zwang, GOtts Zorn auf sich zu laden.

2. Weil denn die Schlang Evam hat bracht, daß sie ist abgefallen von GOttes Wort, das sie veracht, dadurch sie in uns allen bracht hat den Tod: so war je Noth, daß uns auch GOtt sollt geben sein lieben Sohn, der Gneden Thron, in dem wir moͤchten leben.

3. Wie uns nun hat ein fremde Schuld in Adam all verhoͤhnet: also hat uns ein fremde Huld in Christo all versoͤhnet: und wie wir all durch Adanis Fall sind ewigs Tods öuoch E also hat GOtt

urch Christi Tod ver⸗ neut, das war verdorben.

4. So er uns denn sein Sohn hat gschenkt, da wir seinꝰ Feind noch waren, der fuͤr uns ist ans Kreuz ge⸗ henkt, getͤödt, gen Himmel gfahren, dadurch wir sein vom Tod und Pein er⸗ loͤst, so wir vertrauen in diesem Hort des Vaters Wort: wem wollt vor Sterben grauen?

5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahr⸗ heit und das Leben, des Vaters Rath und ewges Wort, den er uns hat ge⸗ geben zu einem Schutz, daß wir mit Trutz an ihn fest sollen glauben, dar⸗ um uns bald kein Macht noch Gwalt aus seiner Hand wird rauben.

6. Der Mensch ist gott⸗ los und verflucht, sein Heil ist auch noch ferne, der Trost bei einem Menschen sucht, und nicht bei GOtt dem HErren. Denn wer ihm will ein ander Ken⸗ ohn diesen Troster stecken, den mag gar bald des Teu⸗ fels Gwalt mit seiner List erschrecken.

7. Wer hofft in GOtt und dem vertraut, der wird nimmer zu Schanden; denn wer auf diesen Fel⸗ sen baut, ob ihm gleich geht zuhanden viel Un⸗ falls hie, hab ich doch nie den Menschen sehen fallen, der sich verlaͤßt auf GOt⸗ tes Trost; er hilft sein Glaͤubgen allen.

8. Ich bitt, o HErr, aus Herzen Grund, du wollst nicht von mir nehmen dein

heil⸗