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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
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Vom Leiden Christi.

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Bliites. O süßes Lamm, was soll ich dir erweisen dafür, daß du mir erzeigest so viel Gutes?

5. Mein Lebetage will ich dich gus meinem Sinn nicht lassen; dich will ich stets gleich wie du mich mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Her⸗ zens Licht, und wenn mein

Her in Stuͤcken bricht, sollst du mein Herze blei⸗ ben. Ich will mich dir,

mein hoͤchster Ruhm, hier⸗ mit zu deinem Eigenthum bestaͤndiglich verschreiben.

6. Ich will von deiner Gieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen; mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen fuͤr und fuͤr in Dankbar⸗ keit ergießen; und was du mir zu gut gethan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedaͤchtniß schließen.

7. Erweitre dich, mein Herzeusschrein, du sollst ein Schathaus werden der Schaͤtze, die viel groͤßer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg mit dem Gold Arabia, weg Calmus, Myrrhen, Cassie, ich hab ein Bessers funden: mein

großer Schatz, HErr IEsu

Christ, ist dieses, was ge⸗ flossen ist aus deines Lei⸗ bes Wunden.

8. Das soll und will ich mir zu Rutz zu allen Zei⸗ ten machen; im Streite soll es sein mein Schutz,

in Traurigkeit mein La⸗ chen, in Froͤhlichkeit mein Saitenspiel, und wenn nir nichts mehr schmecken will, soll mich dies Manna spei⸗ sen; im Durst solls sein mein Wasserquell, in Ein⸗ samkeit mein Sprachgesell zu Haus und auch auf Reisen.

9. Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut, das ist mein Leben. Wenn mich der Sonnen Hitze trifft, so kann mirs Schat⸗ ten geben; setzt mir des Wehmuths Schmerzen zu, so sind ich bei dir meine Ruh, als auf dem Bett ein Kranker; und wenn des Kreuzes Ungestuͤm inein Schifflein treibet uͤm und uͤm, so bist du dann mein Anker.

10. Wann endlich ich soll treten ein in deines Reiches Freuden, so soll dies Blut mein Purvur sein, ich will mich darein kleiden; es soll sein mei⸗ nes Hauptes Kron, in wel⸗ cher ich will vor den Thron des hoͤchsten Vaters gehen, und dir, dem er mich an⸗ vertraut, als eine wohlge⸗ schmuͤckte Braut, an deiner Seite slehen. Paul Gerhard.

Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 79 IniegtvonThra⸗

Ifließt von Thraͤ⸗ nen, und beweinet eure Schuld, brich mein Herz, von Seufzen, Sehnen, weil ein Laͤmmlein in Geduld

nach Jerusalem zum Tod, ach