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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
62
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vom Leiden Christi

du freier Saal, laß mich

ein, du enge Pforte, la

mich ein, du Lilienthal, laß mich ein, denn ich vergehe, wenn ich laͤnger

draußen stehe.

10. Ach mir Armen und Betruͤbten! daß ich doch nicht damals stund, wo das Herze des Gelieb⸗ ten ward geoͤffnet und ver⸗ wundt; denn es waͤre mir gelungen, daß der Speer mir eingedrungen.

11. Ach wie wollt ich mich ergoͤtzen, ach wie wollt ich froͤhlich sein, und mit wahrer Freud ersetzen mein Betruͤbniß, Angst und Pein. Ach wie wollt ich mich ver⸗ senken und mein durstigs Herze traͤnken.

12. Laß mich ein, du guͤldne Hoͤhle, ewger Schoͤnheit Sommerhaus; laß mich ein, eh meine Seele vor Verlangen faͤh⸗ ret aus. Laß mich ein, du stiller Himmel, nimm mich gus dem Weltgetuͤmmel.

13. Laß mich ein, auf daß ich bleibe dir ganz in⸗ niglich vereint, und mein Herz dir einverleibe, daß es nicht mehr meine scheint. Denn ich wuͤnsche nichts auf Erden, als dein Her⸗ zens⸗Herz zu werden.

Johann Angelus.

Mel. An Wasserslüssen Babylon.

7 8 Ein Laͤmmlein geht und traͤgt die Schuld der Welt und

traͤget in Geduld die Suͤn⸗ den aller Suͤnder; es geht dahin, wird matt Wüdkxgstk ergiebt sich auf die Wuͤr⸗ gebank, verzeiht sich aller Freuden; es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod, und spricht: Ich wills gern leiden. 457

2. Das Laͤmnilein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen; den, den hat GOtt zum Suͤnden⸗ Feind und Suͤhner wollen waͤhlen. Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausge⸗ than zur Straf und Zor⸗ nesruthen. Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß: du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.

3. Ja, Vater, ja, von Herzensgrund, leg auf, ich will dirs tragen; mein Wollen haͤngt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen. O Wunder⸗ lieb, o Liebesmacht, dun kannst, was nie kein Mensch gedacht, GOtt seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den ins Grab und Sarg⸗ vor dem die Felsen springen. 4. Du marterst ihn am Kreuzesstamm mit Naͤgeln und mit Spießen; du

schlachtest ihn als wie ein Lamm, machst Herz und Adern fließen: das Herze mit der Seufzer Kraft die Adern mit dem edlen

ihrer Kinder; es geht und

Saft des vurpurrothen Bl

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