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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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dom Leiden Christi.

ach zum Tod fuͤr deine Noth und der ganzen Welt/ hinwandelt: denk, ach wie he²st du gehandelt?

2. Es soll nun vollendet werden, was davon ge⸗ schrieben ist, und warum auf diese Erden ist gekom⸗ men IEsus Christ. Schauet nun des Hoͤchsten Sohn in dem Leiden, Schmach und Hohn, in den Wunden, in den Schmerzen, und nehmt alles wohl zu Herzen.

3. Es wird in der Suͤn⸗ der Haͤnde uͤberliefert GOt⸗ tes Lamm, daß sich dein Verderben wende: Jud⸗ und Heiden sind ihm gram/ und verwerfen diesen Stein, der ihr Eckstein sollte sein; ach dies leidet der Gerechte fuͤr die boͤsen Suͤnden⸗ Knechte.

4. IEsus steht in Strick und Banden, dessen Hand die Welt gemacht, bei Verachtung, Spott und Schanden, und wird hoͤh⸗ nisch ausgelacht; Backen⸗ streich and Faͤustenschlag, Jud⸗ und Heiden Grimm und Rach duldet er fuͤr deine Suͤnden; wer kann diese Lieb ergruͤnden.

5. Laß es dir zu Herzen Dch. behre und bekehre ich. Wer kann diese That ansehen, daß man nicht bewege sich? IEsus steht an unsrer Statt; was der Mensch verdienet hat/ buͤßet IEsus, und erduldet, was der Suͤnder hat verschuldet.

6. Er haͤlt seinen heil⸗ gen Ruͤcken Geißel, Ruth und Peitschen dar: wer

konn dies ohn Reu er⸗ blicken? Wenn die rohe Heidenschaar Hand eie an Gottes Bild, das so freundlich, fraumm und mild, und doch nackend wird gehauen: wer kann solchen Graͤul anschauen?

7. Also sollt man dir begegnen, du verruchtes Menschenherz; aber nun kommt, dich zu segnen und zu tragen deinen Schmerz, IEsus, und entblöͤßet sich, und wird dort so jaͤmmer⸗ lich abgestraft, verwundt, zerschlagen, daß kein Maaß noch Ziel der Plagen.

Endlich wird der

Schluß gesprochen, IE⸗ sus muß zum Tode gehn, und der Stab wird abge⸗ brochen, es hilft hie kein Bitten, Flehn; Barrahas wird um Greut IEsus wird zum Kreuz erwaͤhlt: Weg mit diesem, dem Ver⸗ fluchten! ruft der Haufe der Verruchten.

9. Folge denn zur Schaͤ⸗ delstaͤtte deinem JEsu trau⸗ rig nach; aber auf dem Wege bete, bet im Geist mit Weh und Ach, daß der Vater auf sein Kind, als den Buͤrgen fur die Suͤnd, sehen woll und sich erbarmen uͤber die Elendn und Armen.

10. Muß ich, IEsu, dich denn sehen am ver⸗ fluchten Kreuzespfahl, ach so laß ich uͤbergehen meine Thraͤnen sonder Zahl. Ach erbarm dich, GOtteslamm, das da haͤngt am Kreuzes⸗

siamm, ach erbarm dich, weil

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