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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
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36 von der Geburt Christi.

geben. Du wirst geboren in der Racht, auf daß uns werde Licht gebracht; durch dich sind wir gerissen aus dicken In aten ů 5Jin harten Winter kommest du, bringst uns den Himmels⸗Lenzen; du suchst im dunkeln Stalle Ruh, damit wir moͤchten glaͤnzen und ewig in der Ruhe sein; in Windeln wickelt man dich ein, daß du uns moͤchtest retten von schweren Todesketten.

6. Du weinst in deinen Windelein, auf daß wir ewig lachen. Du bist der Großt, und wirst doch klein, uns alle groß zu machen. O Heiland, o Genaden⸗Thron, du bist ja Gottes liebster Sohn, du kommst zu uns auf Erden, wüllhunser Bruderwerden.

7. Du bist ein HErr, und wirst ein Knecht, uns ewig zu befreien; reich bist du, wirst doch arm und schlecht, uns Reichthum zu verleihen. Du traͤgst

eduldig alles Leid: o gieb,

ß ich auch jederzeit, wenn mich die Roth wird pla⸗ gen, dein Kreuz dir mög nachtragen. ö

8. O du barmherzigs IEsulein, gieb, daß ich mich des Armen, wo ich ihm kann behuͤlflich sein, von Herzen mög erbarmen. Gieh Sanftmuth, gieb Be⸗ scheidenheit, gieb christliche Leutseligkeit; laß mich den

chsten lieben, auch wahre Demuth uͤben.

ewig nuͤtzen. O starker HErr, ich hang an dir, du kannst und willst mich schuͤtzen, wenn alle Men⸗ schen ferne stehn; auch wenn mir wird die Seel ausgehn, willst du den Tod bezwingen: dir will ich ewig singen.

Gottfr. Wilh. Sacer. Mel. In dulci jubilo. I un singet und 47. N seid froh, jauchzt alle und sagt so: Unsers Herzens Wonne liegt in der Krippen bloß, und leucht doch als die Sonne in seiner Mutter Schooß, du bist A und O, du bist A und O.

2. Sohn GOttes in der Hoͤh, nach dir ist mir so weh; troͤst mir mein Ge⸗ muͤthe, o Kindlein zart und rein, durch alle deine Guͤte; o liebstes IEsulein, zeuch mich hin nach dir 3. Groß ist des Vaters Huld, der Sohn tilgt un⸗ sre Schuld; wir waren all verdorben durch Suͤnd und Eitelkeit, so hat er uns erworben die ewge Himmelsfreud. Eia, waͤrn wir da ½1 4. Wo ist der Freuden Ort? Rirgend mehr denn dort, da die Engel singen mit den Heiligen all, und die Psalmen klingen im hohen Himmelssaal. Eia, waͤrn wir da

Mel. Wir Christenleut.

9. O reicher Heiland, schenke mir, was mir kann

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